Hückelhoven - Interkulturelle Wochen: Integration muss gepflegt werden

Interkulturelle Wochen: Integration muss gepflegt werden

Von: Helmut Wichlatz
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Sie freuen sich auf die Interkulturellen Wochen: (v.l.) Landrat Stephan Pusch, Johannes Horrichs (Vianobis), Dagmar Fluhr-Leithoff (Gymnasium Hückelhoven) und Andrea Kardis (Integrationsbeauftragte Stadt Hückelhoven) und Thorsten de Haas (Sozialamtsleiter Stadt Hückelhoven). Foto: hewi

Hückelhoven. Vom 16. bis 30. September finden kreisweit wieder die Interkulturellen Wochen statt. Das Motto des Vorjahres „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“ wurde ebenso beibehalten wie der Schirmherr. Denn Landrat Stephan Pusch steht zur Vielfalt im Kreis Heinsberg.

Diese sei eine „gelungene Integrationsleistung“, wie er bei einem Pressegespräch im Hückelhovener Rathaus betonte. Nordrhein-Westfalen sei ein „Schmelztiegel verschiedener Kulturen“, daher sei es wichtig, „klare Zeichen zu setzen“.

Auch in diesem Jahr wird das Angebot seinen Schwerpunkt in Hückelhoven haben, erklärte Birgit Fluhr-Leithoff, die den rund 30-köpfigen Arbeitskreis leitet, der die Wochen vorbereitet. Neben Organisationen und Vereinen sind auch Einzelpersonen vertreten, die sich für ein interkulturelles Miteinander einsetzen. Integration müsse gelebt werden und nicht nur verwaltet, erklärte die Pädagogin.

Und dazu gehörten regelmäßige Kommunikation und Austausch. Dazu hat nun Landrat Pusch aus aktuellem Anlass die im Kreis vertretenen türkischen Organisationen eingeladen, nachdem es im Wartebereich des Straßenverkehrsamtes zu einem Vorfall gekommen war.

Ein türkischstämmiger Kunde hatte die Mitarbeiter der Kreisverwaltung aufgefordert, die Nachrichtenlaufleiste abzuschalten, da er „Propaganda“ gegen den türkischen Präsidenten Erdogan vermutete. Es gehe darum, gemeinsame Spielregeln zu finden, denn „türkische Konflikte dürfen nicht nach Deutschland importiert werden“. Dazu gehöre auch das Anerkennen der hier geltenden „Spielregeln“.

Die Interkulturellen Wochen beginnen am Freitag, 16. September, in den Familienzentren der AWO in Geilenkirchen, Hückelhoven und Ratheim mit Veranstaltungen zum Thema „Sprache und Partizipation“. Die VIKZ-Gemeinde in Hückelhoven lädt am 23. September ab 17.30 Uhr zum „Türkisch Kochen und Backen für Frauen und Mädchen“ ein. Für diese Veranstaltung ist eine Anmeldung bei der Volkshochschule nötig.

Im Gebäude C des Gymnasiums geht es am Samstag unter dem Motto „Merhaba heißt Hallo“ und mit dem Bundestagsabgeordneten Norbert Spinrath weiter. Am selben Tag lädt die tamilische Gemeinde zur Kulturveranstaltung in die Festhalle in Gangelt-Hastenrath ein.

Eine interreligiöse Begegnung steht am Sonntag, 25. September, ab 15 Uhr im Brunnenhof des Hückelhovener Gymnasiums auf dem Programm. Am Montag folgt ab 19 Uhr der Abend der Kulturen in der Aula. Am Dienstag, 27. September, beginnt um 9 Uhr im Glück-Auf-Stadion ein antirassistisches Fußballturnier für Schüler der achten bis zwölften Klassen. „Die Zigeuner kommen“ heißt es am darauffolgenden Mittwoch in der evangelischen Kirche in Heinsberg, wenn das Ensemble Markus Reinhardt zu einem beschwingten musikalischen Abend einlädt.

Am Donnerstag geht es in Hückelhoven rund: „Spiele ohne Grenzen“ ab 10 Uhr in der Ratheimer Realschule, offenes Trommeln mit Fatimah Deckers ab 15 Uhr im Familienzentrum Traumland und Kulturfest des Eine-Welt-Ladens im Café Lebensart ab 19 Uhr.

Am Freitag, 30. September, wird um 9.30 Uhr eine Bank am Friedensbaum zwischen Gymnasium und Rathaus aufgestellt, bevor es in Gangelt im Betreuten Wohnen St. Nikolaus mit der „Bunten Frühstücksvielfalt mit Menschen mit Behinderung“ weitergeht.

Den Abschluss bildet am Montag, 3. Oktober, ein interreligiöses Gebet beim Tag der offenen Moschee in der DITIP-Moschee an der Hilfarther Straße.

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