Interkulturelle Woche: Die Unterschiede als Chance begreifen

Von: koe
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Eindrucksvoll: Mit vielen Musik- und Textdarbietungen fand die Interkulturelle Woche ein würdiges Ende. Fotos (2): Koenigs Foto: Koenigs

Hückelhoven. Mit einer eindrucksvollen Abschlussveranstaltung ist im Forum C-Gebäude des Gymnasiums die Interkulturelle Woche 2014, die mit zahlreichen Veranstaltungen den Dialog zwischen den Kulturen in den Fokus gerückt hatte, zu Ende gegangen.

 Das Thema der Veranstaltung lautete „Gemeinsamkeiten finden – Unterschiede feiern“ oder „Berge kümme nit zusamme, aber Menschen“.

Die Pädagogin Birgit Fluhr-Leithoff erklärte letzteres jüdisches Sprichwort mit den Worten, Berge stünden für festes, unbewegliches, starres Gestein. Aber Menschen seien dazu in der Lage, aufeinander zuzugehen, zusammenzukommen, sich aufeinander einzulassen. Dies sei die unabdingbare Grundlage des Miteinanders in einer Gesellschaft, es sei der erste Schritt zu einem friedlicheren Zusammenleben von Völkern. Die Vielzahl der aktuellen Konflikte mache dies deutlich, sagte Fluhr-Leithoff.

In verschiedenen Texten und musikalischen Beiträgen wolle man das bei der Abschlussveranstaltung zum Ausdruck bringen. Auch stellte sich Birgit Fluhr-Liethoff die Frage, was es eigentlich sei, was wir in der Begegnung mit anderen zuerst wahrnehmen würden: Es seien die Unterschiede: „Der ist anders! Das ist mir fremd! Das sieht komisch aus !“ Erst bei genauerem Hinsehen, dem eigentlichen Kennenlernen, komme die Erkenntnis: „Das kenne ich doch!“

Das Motto „Gemeinsamkeiten finden – Unterschiede feiern“ gehe aber noch einen Schritt weiter und werbe für einen offensiven und auch empathischen Umgang damit. Es lade ein, sich auf die Suche zu begeben und im Feiern die Akzeptanz des Andersseins als etwas Wichtiges und Bereichernderes zu würdigen.

Birgit Fluhr-Leithoff konnte bei der Abschlussveranstaltung die Gäste als Mitglied im Vorbereitungskreis begrüßen, unter ihnen den stellvertretenden Bürgermeister Dieter Geitner, der im Verlaufe der Veranstaltung ein Grußwort sprach. Sie freute sich über die Beteiligung vieler Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung des Abends. Die Mitwirkenden der Abschlussveranstaltung waren Karolin Kaumanns, Ceylan Nimtsch, Annelore Hecker, Christine Wolff, Christoph Esser, Claas Otto, Charlotte Sachs, Lea Minkenberg, Lars Kamphausen, Sarah Plugge, Alina Korkmaz, Laura Meerts, Benjamin Dickmann, Lisa Jäckel und die Musical-AG, die Klasse 5c, die Technik-AG und das Service-Team. Texte über das „Fremdsein“, den „Alltagsrassismus heute“, den Rassismus in der NS-Zeit, die vergessenen Opfer der NS-Rassengesetze, Hidir Celiks Text „Wer bin ich?“, Erinnerungen an Jerzy Gross und vieles mehr wie die jüdische Erzählung „Wann endet die Nacht“ und das „Interkulturelle Miteinander als Aufgabe“ regten die Gäste zum Nachdenken an.

Die Vorträge wechselten mit beeindruckenden musikalischen Darbietungen wie „I dreamed a dream“ oder „We are the world“. Es war eine gelungene Abschlussveranstaltung der bunten und abwechslungsreichen Interkulturellen Woche 2014 – und das mit einer breiten Beteiligung.

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