Hückelhoven - Interkulturelle Woche: Das Miteinander weiter fördern

Interkulturelle Woche: Das Miteinander weiter fördern

Von: kalauz
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In ihren Händen liegt die Vorbereitung der Interkulturellen Woche: Hückelhovens Erster Beigeordneter Helmut Holländer (l.), Birgit Fluhr-Leithoff, die den Arbeitskreis leitet, und Sozialamtsleiter Heinz-Josef Schmitz, bei dem die Fäden zusammenlaufen. Foto: kalauz

Hückelhoven. Schon an der Sprache lässt sich die gesellschaftliche Veränderung in 40 Jahren ablesen: Als die heute so genannte „Interkulturelle Woche“ 1975 bundesweit zum ersten Mal veranstaltet wurde, hieß sie noch „Woche der ausländischen Mitbürger“. Von einem Miteinander war da noch keine Rede – heute ist das fast zur Selbstverständlichkeit geworden.

Jedenfalls steht das Miteinander bei der Interkulturellen Woche, die in diesem Jahr in Hückelhoven zum vierten Mal von Freitag, 25. September, bis Samstag, 3. Oktober, unter dem Leitspruch „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“ durchgeführt wird und deren Schirmherrschaft Landrat Stephan Pusch übernommen hat, im Zentrum aller Veranstaltungen.

„Eigentlich üben wir schon seit Wochen jeden Tag die Internationale Woche ganz praktisch aus“, sagt Sozialamtsleiter Heinz-Josef Schmitz. Er spielt damit auf die aktuelle und im Mittelpunkt des politischen Geschehens in der Republik stehende Flüchtlingssituation an, von der auch die Stadt Hückelhoven unmittelbar betroffen ist. Rund elf Prozent der Menschen aus insgesamt 96 Nationen, die in der 40.000-Einwohner-Stadt leben, haben einen Migrationshintergrund.

Und durch die wöchentlich steigende Zahl von Asylbewerbern, die in der Stadt aufgenommen werden, wächst dieser Anteil stetig.

Aber die Veranstaltungen, die im offiziellen Rahmen der Interkulturellen Woche im gesamten Kreisgebiet angeboten werden, sind losgelöst vom aktuellen politischen Geschehen zu verstehen. „Der Arbeitskreis hat sich zur Vorbereitung dieser Tage von Januar an regelmäßig getroffen“, sagt Birgit Fluhr-Leithoff, die diesen Arbeitskreis leitet.

Und ohne den würde es, das betont Hückelhovens Erster Beigeordneter Helmut Holländer ausdrücklich lobend, die Interkulturelle Woche im Kreis Heinsberg nicht geben. Fünf Leute haben im Arbeitskreis zur Vorbereitung der ersten Interkulturellen Woche vor vier Jahren mitgearbeitet, heute sind es 30 Frauen und Männer, die sich dieser Aufgabe widmen – auch daran kann man den Bedeutungsgewinn dieser Veranstaltung ablesen.

Mit einigen größeren, aber auch mit einer Vielzahl von kleineren Veranstaltungen soll das Miteinander vor allen Dingen der islamischen mit den christlichen Glaubensgemeinschaften gefördert werden, das Verständnis füreinander und das gegenseitige Annehmen des jeweils Anderen gestärkt werden.

„Die Veranstaltungen im Rahmen dieser Woche sollen Tage und Orte der Begegnungen von Menschen sein und dazu animieren, das gemeinsame Miteinander zu leben, zu fördern und im Alltag zu übernehmen“, sagt Birgit Fluhr-Leithoff. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr die beiden Bevölkerungsgruppen, die den stärksten Anteil an der Migration haben: Die Geschichte türkischstämmiger Menschen in Hückelhoven und die Begegnung mit russlanddeutscher Kultur sind ein zentrales Thema.

„Wir stehen in diesen Tagen im Land und in den Kommunen vor ganz erheblichen Herausforderungen“, sagt Helmut Holländer. Er sagt dies auch als Kämmerer der Stadt Hückelhoven, für die die steigende Zahl von Flüchtlingen und Asylbewerbern auch eine finanzielle Belastung darstellt.

Den Optimismus, auch dies in den Griff zu bekommen, nimmt Holländer nicht zuletzt aus der ungebrochenen Woge der Hilfsbereitschaft und des ehrenamtlichen Engagements der Bürger, die er in der Stadt beobachtet: „Wir haben jetzt schon 80 Flüchtlingspaten“, stellt er fest. Unglaublich, oder?, sagt sein Blick.

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