Interkulturelle Woche: Das Beste gegen Einfalt ist Vielfalt

Von: kalauz
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Die Auftaktveranstaltung in Hückelhoven im vergangenen Jahr mit einer interreligiösen Andacht auf dem Vorplatz des Übergangswohnheimes in Millich. Repro: kalauz

Hückelhoven. Im Rahmen der bundesweiten Interkulturellen Woche (IKW) vom 25. bis 29. September sind in Hückelhoven Veranstaltungen geplant. Heinz-Josef Schmitz als Leiter des Sozialamtes der Stadt und Birgit Fluhr-Leithoff, Koordinatorin des Ganztags am Gymnasium Hückelhoven, sind die Organisatoren. Die 40. IKW steht unter dem Motto „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“.

„Der Arbeitskreis, der die verschiedenen Veranstaltungen in Hückelhoven plant, kommt schon seit Januar zu regelmäßigen Treffen zusammen“, sagt Fluhr-Leithoff. Das sei für alle Beteiligten „sehr arbeitsintensiv“. Man sei deshalb froh, in der Stadt auf ein gewachsenes Netzwerk von engagierten Mitbürgern zurückgreifen zu können, denen das Wohl jener Menschen, die es als Flüchtlinge in die Stadt verschlagen hat, ein Anliegen ist. „Da sind wir in Hückelhoven wirklich gut aufgestellt“, sagt der Leiter des Sozialamtes.

Ein wesentliches Ziel der Veranstaltungen sei es, dass „sich bei den Menschen im Alltag etwas verfestigt, was den Umgang mit fremden Menschen und Kulturen selbstverständlicher macht“. Von der Auftaktveranstaltung unter dem Titel „Tag des Flüchtlings“ bis zum Abschluss, einem „Abend der Kulturen“ steht das Gerüst der in dieser Woche geplanten Veranstaltungen bereits auf solidem Grund. Geplant sind unter anderem auch Besuche von Schülergruppen in den drei Übergangswohnheimen mit augenblicklich rund 170 Flüchtlingen im Stadtgebiet. „Wir erwarten dort sowohl sehr interessante Gespräche als auch nicht immer bequeme Fragestellungen“, sagt Schmitz.

Tolles Engagement

Das Engagement, das Schüler in Hückelhoven mit Blick auf den Abbau von Vorurteilen seit Jahren zeigen, sei „ganz toll“, sagen Fluhr-Leithoff und Schmitz.

Finanziell getragen wird die Interkulturelle Woche im Kreis Heinsberg von vielen Organisationen, Verbänden und Vereinen. Vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises bis hin zum Verband Islamischer Kulturzentren Hückelhoven.

Angesichts der täglich steigenden Zahl von Menschen, die aus Kriegs- und Krisengebieten in der Welt fliehen und in der Region Zuflucht suchen, sind sich Fluhr-Leithoff und Schmitz einig: „Nach 40 Jahren ist die Interkulturelle Woche mit ihren Anliegen aktueller denn je.“

Von oberster Stelle

Eingeladen zur IKW haben Kardinal Reinhard Marx (Vorsitzender Bischofskonferenz), der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz Metropolit Dr. Augoustinos von Deutschland.

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