Interessensgemeinschaft spendet zum Abschied das Vermögen

Von: koe
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Die Interessengemeinschaft Ratheim-Busch und -Bammich spendete ihr Vermögen an caritative Einrichtungen. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Ratheim. Über eine Spende von jeweils 2100 Euro konnten sich der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der Region Aachen sowie das Hospiz in Erkelenz freuen. Zur Spendenübergabe kam es nun im Schacht 3 in Hückelhoven. Der Anlass war jedoch alles andere als erfreulich. Ganz im Gegenteil. Der großzügige Spender ist die Interessengemeinschaft Ratheim-Busch und -Bammich. Mit dieser Spendenaktion verabschiedete sich die Interessengemeinschaft als Verein, da es sie in Zukunft nicht mehr geben wird.

Der letzte Vorstand trat zurück, die Kasse wurde geprüft, der Kassierer entlastet. Alle Rechnungen, Versicherungen und Präsente wurden bezahlt, das übrige Geld caritativen Zwecken zugeführt. Es schmerze schon, wenn man sehe, welches Ende die Interessengemeinschaft nehme, so der allgemeine Tenor im scheidenden Vorstand. Immerhin bestand die Interessengemeinschaft Ratheim-Busch und -Bammich seit 1952.

In den 63 Jahren hat die IG viele Höhen und inzwischen unüberwindbare Tiefen durchschritten. Man konnte keinen Nachwuchs mehr für die Arbeit in der IG begeistern und das „Haus der Begegnung“ als zentrale Veranstaltungsstätte musste jenen Menschen überlassen werden, die ihre Heimat wegen des anhaltenden Krieges verlassen haben.

Die traditionelle Weihnachtsfeier wird es in diesem Jahr genauso nicht mehr geben wie so viele andere Traditionsveranstaltungen.

Mit der Auflösung des gesamten Vereinsvermögens hatte am 11. März dann auch die letzte Stunde der Interessengemeinschaft Ratheim-Busch und -Bammich geschlagen.

Die Frauen und Männer des Vorstandes der IG unter dem Vorsitzenden Gerhard Apmann waren Franz Eilbrecht, Karin und Klaus Hentschel, Monika und Ludwig Gurniak, Siegfried Boos, Josef Theissen, Kajo Heinrichs, Adelheid Heffels, Walter Lösche und Herbert Zeitel. Alle Vorstandsmitglieder gehörten dem Verein lange Jahre an, Franz Eilbrecht mit 59 Jahren am längsten.

Gerhard Apmann stellte als Vorsitzender fest: „Für mich war es eine Bereicherung, so lange der Interessengemeinschaft angehören zu dürfen.“

Man sei nicht der einzige Verein, der aufgrund von Nachwuchsmangel ein solches Ende finde, hieß es in Gesprächen nach der Geldübergabe. Die Summen aus dem gespendeten Vereinsvermögen übernahmen Ulrike und Björn Clahsen vom Hospiz in Erkelenz sowie Ricardo Breuer vom ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Region Aachen.

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