Integration und Entwicklung beim Neujahrsempfang im Fokus

Von: Norbert Koenigs
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Die Aula des Gymnasiums war beim Neujahrsempfang der Stadt Hückelhoven komplett besetzt. Foto: Koenigs
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Vertreter der Traditionsvereine wussten dabei so manche Geschichte aus der Zeit von Sophia-Jacoba zu erzählen. Foto: Koenigs
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Rainer Wagner mit Dudelsack und die Bergkapelle sorgten für die musikalische Untermalung des Neujahrsempfangs. Foto: Koenigs

Hückelhoven. „Wir brauchen nicht nach einer Lösung für die Zukunft der Stadt Hückelhoven zu suchen – wir haben sie bereits gefunden. Hückelhoven ist eine starke Stadt mit viel Tradition und viel Zukunft!“ Zuversicht strahlte Bürgermeister Bernd Jansen beim Neujahrsempfang in der komplett besetzten Aula des Gymnasiums aus.

Der Bürgermeister freute sich über zahlreichen Besuch und begrüßte insbesondere die vielen Ehrengäste, Ehrenringträger und die Vertreter der verschiedensten Gremien, denen er bescheinigte, dass die Zukunft der Stadt Hückelhoven nur gemeinsam gestaltet werden könne.

Rund 20 Jahre nach der Zechenschließung habe man in Hückelhoven bewiesen, dass man Wandel als Chance gesehen und auf neue Herausforderungen positiv reagiert habe. Das sei im Jahre 1997 so gewesen und sei heute noch so. Darauf könne man in der ehemaligen Zechenstadt sehr stolz sein – was allerdings kein Grund sei, sich auszuruhen. Lediglich ein „Schulterklopfen“ müsse erlaubt sein.

Überhaupt stand der Neujahrsempfang ganz im Zeichen der Zeit von Sophia-Jacoba. Aus diesem Grund war es auch nicht verwunderlich, dass es der Bergkapelle von Sophia-Jacoba überlassen war, für ein beeindruckendes Musikprogramm zu sorgen. Was die vielen Musiker der Bergkapelle unter ihrem Dirigenten Rolf Deckers zu Gehör brachten, wurde mit tosendem Beifall bedacht. Bürgermeister Jansen lobte die Musiker als „ein wirkliches Juwel in der Stadt“.

Vertreter von Traditionsvereinen wie dem Förderverein Schacht 3, der IG Busch-Bammich, des Museums der Mineralien- und Bergbaufreunde und des Knappenvereins Hückelhoven/Hilfarth ließen in einer Talkrunde unter der Regie von Romulus Timar Erinnerungen an die Zeiten der Zeche Revue passieren. Detlef Stab, Matthias Schmitz, Gerhard Apmann und Franz-Josef Bücken berichteten aus der wechselvollen Geschichte von Sophia-Jacoba – von der Blütezeit, von den Jahren der Ungewissheit bis zur Schließung der Zeche.

Planung einer B 57n für Baal

Erster Bürger Bernd Jansen signalisierte in seiner Neujahrsansprache, dass man auch die Zukunft gemeinsam meistern wolle. Ein Schwerpunkt für die nächsten Jahre sei die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Man habe in Hückelhoven eine Willkommens- und Integrationskultur entwickelt, die sich sehen lassen könne. Das Engagement der Bürger, der Vereine und Initiativen, der Unternehmen und der freien Träger sei im vergangenen Jahr beispielhaft gewesen.

2017 werde die Stadt Hückelhoven 14 Millionen Euro investieren. So mache der Ausbau der L 117n Fortschritte, und die notwendigen Planungs- und Grunderwerbskosten für die B 57n als Teilumgehung von Baal sehe der Haushalt ebenso vor. Der Startschuss für die Veranstaltungsarena verschiebe sich indes auf das Jahr 2019, sagte der Bürgermeister. Begonnen werde mit der Planung des Ortsmittelpunktes in Hilfarth. Es handele sich hierbei um den Bereich rund um die St. Leonhardskirche und die Nohlmannstraße bis zur Breite Straße.

Die Erschließung des Neubaugebietes Kleingladbach, Stefanusstraße, werde ebenfalls 2017 umgesetzt. Neben dem schon bestehenden Bolzplatz in der Ruraue werde ein Kinderspielplatz der Superlative entstehen. Das Schulzentrum Ratheim werde fertiggestellt und mit dem Neubau der Grundschule in Hilfarth gehe es ebenfalls los, betonte Jansen. Rund vier Millionen Euro stünden in diesem Jahr für Grundstücksankäufe zur Schaffung neuer Wohn- und Gewerbegebiete zur Verfügung.

Die Fertigstellung des Feuerwehrgerätehauses in Kleingladbach stehe ebenso auf dem Programm wie der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Baal. Die Löschgruppe Baal werde auch ein neues Feuerwehrfahrzeug erhalten. Zudem stehe auf der Agenda: die neue Bebauung auf dem ehemaligen Hertie-Gelände; der Fernwärmelieferant WEP investiere in den kommenden zwei Jahren rund acht Millionen Euro in den Bau von Biomasseheizkraftwerken und den Ausbau des Netzes; eine Erweiterung des AWO-Kindergartens „Im Rhin“ ist ebenso vorgesehen wie der Neubau eines zweigruppigen Kindergartens der Lebenshilfe in Ratheim und die Erweiterung des Kindergartens in Baal.

Auch bei der Neuentwicklung auf den Sportplätzen im Hückelhovener Zentrum sei man einen Schritt weitergekommen, sagte Jansen in seiner Neujahrsansprache. Außerdem wolle sich der Modepark Röther deutlich vergrößern und ein neues Einkaufsareal realisieren.

Tradition des Strukturwandels

Hückelhoven begegne dem strukturellen Wandel offensiv und mit viel Vitalität, so Bernd Jansen. Inzwischen habe man nicht nur eine Tradition, die auf Kohle beruhe, sondern auch eine Tradition des Strukturwandels. Nach der Zechenschließung sei in Hückelhoven mit Engagement und viel Herzblut für die Stadt gearbeitet worden. Und das Ergebnis könne sich sehen lassen, denn: „Wir leben in einer schönen Stadt an der Rur zwischen Tradition und Moderne, geschichtsträchtig und voller Lebensqualität.“

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