Wegberg - Innovatives Konzept: Schüler lernen, wie Ingenieure zu arbeiten

Innovatives Konzept: Schüler lernen, wie Ingenieure zu arbeiten

Von: mb
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Tüfteln wie die Wissenschaftler: In einem preisgekrönten Differenzierungskurs lernen Schüler des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums die Aufgaben eines Ingenieurs kennen. Foto: Monika Baltes

Wegberg. „Ausgezeichnet“ im wahrsten Sinne des Wortes ist das Unterrichtskonzept des Differenzierungskurses „Ingenieurwissenschaften“ am Maximilian-Kolbe-Gymnasium (MKG) in Wegberg.

Physik- und Mathematiklehrerin Margarete Obdenbusch nahm im Rahmen des Bundeskongresses des Deutschen Vereins zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU) in Kassel den von MNU und VDI (Verein Deutscher Ingenieure) erstmals ausgeschriebenen Leonardo-da-Vinci-Preis entgegen.

Der Preis wird verliehen für das überzeugendste Unterrichtskonzept, das natur- und technikwissenschaftliche Inhalte verbindet. Leonardo da Vinci, nach dem der Preis benannt ist, war Maler und Architekt, aber auch Naturphilosoph und Ingenieur. Als Universalgelehrter gelang ihm die erfolgreiche Verknüpfung unterschiedlicher Wissenschaften. Der Differenzierungskurs „Ingenieurwissenschaften“ am MKG richtet sich an die Klassen 8 und 9 und soll Tätigkeiten und Aufgabenfelder des Ingenieurberufs aufzeigen.

Inhaltlich ist das Unterrichtsfach in die Einheiten Robotik, Automatisierung, Verfahrenstechnik und Energietechnik gegliedert. In zwei Unterrichtsjahren sollen vielfältige und abwechslungsreiche Inhalte einen Überblick über das Spektrum der Ingenieurwissenschaften geben und fachübergreifende Grundlagen in Physik, Elektrotechnik, Informatik und Chemie vermitteln. Kooperationen mit außerschulischen Partnern aus Industrie und Forschung ergänzen das theoretische Wissen und sorgen für praktische Erfahrungen.

Im vergangenen Halbjahr stand im Rahmen der Themenreihe Robotik eine Exkursion zum Mercedes-Benz-Werk in Düsseldorf an, um die industrielle Anwendung der Robotik zu sehen. Den Einstieg in das Thema Automatisierung hatte ein Dozent vom Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen übernommen.

Im nächsten Schuljahr steht Energietechnik auf dem Stundenplan. Dann sind Exkursionen zum Forschungszentrum Jülich und zum Energiekonzern RWE geplant. Selbstlernphasen, Unterrichtsgespräche, Experten und Gruppenarbeiten wechseln sich ab.

Eine zentrale Rolle in jedem Halbjahr spielt die Projektphase. Als Projektarbeit zur Reihe Robotik bauten die Schüler einen eigenen Roboter. „Dabei kamen so kreative Arbeiten wie der ‚Nutella-Brot-Schmier-Roboter‘ oder der ‚Butler-Roboter‘ heraus“, lobt Obdenbusch. Neben dem Einblick in die Arbeit des Ingenieurs werden Qualifikationen wie Teamarbeit, problem- und lösungsorientiertes Arbeiten, Präsentationstechniken und wissenschaftliche Versuchsdurchführung vermittelt.

Auf den Preis aufmerksam gemacht wurde Obdenbusch vom Koordinator des Gymnasiums für MINT-EC (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik Excellence-Netzwerk). Das MKG ist eine von 184 deutschen Schulen des Mint-EC-Netzwerkes. „Unser Konzept hat die Jury überzeugt“, freut sich Obdenbusch. Der Leonardo-da-Vinci-Preis ist mit 2000 Euro als Sachmittel dotiert.

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