Heinsberg - Inklusives Stadtfest: „Sehr positiv wahrgenommen“

Inklusives Stadtfest: „Sehr positiv wahrgenommen“

Von: Anna Petra Thomas
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„Heimat shoppen“ ist auch für Marlene Bergerhausen-Klinkertz (links) selbstverständlich. Sie kommt gerne aus Geilenkirchen nach Heinsberg, um mit Braulia Plum (rechts) im Handelshaus Heinrichs zu „stöbern“. Foto: Anna Petra Thomas
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Peter Heinrichs ehrte Stefan Emunds, Doris Bongartz und Leo Lasic (von links). Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. „Wir sind zufrieden!“ So lautet das Fazit von Peter Heinrichs, Vorsitzender des Gewerbe- und Verkehrsvereins (G&V), nach dem ersten inklusiven Stadtfest in der Heinsberger Innenstadt. „Dabei geht unser Dank vor allem an unsere Partner, die Lebenshilfe und die Rurtal-Schule“, ergänzt er. „Die waren echt professionell unterwegs!“

Auch die Thematik habe gepasst, mit der Lebenshilfe und der Rurtal-Schule als wichtigen Partnern auch in der Region mit ihren runden Geburtstagen und den dazu passenden Feiern mitten in der Stadt. „Das war ein absolut gelungenes Miteinander. Und das wurde von den Menschen in der Stadt sehr positiv wahrgenommen.“

Ausdrücklich dankt Heinrichs aber auch all seinen Kollegen, die insgesamt 17 Mitarbeiter aus den Werkstätten der Lebenshilfe für einen Tag, den verkaufsoffenen Sonntag, in ihren Geschäften mitarbeiten ließen. „Das hat auch unseren Kolleginnen und Kollegen richtig Spaß gemacht“, sagt Heinrichs. Und in mindestens einem Fall wird da jetzt vielleicht noch mehr draus. So überlegt Heinrichs selbst, Sandra Küppers, die in einem seiner Bekleidungsgeschäfte an der Hochstraße gearbeitet hat, in Abstimmung mit der Lebenshilfe ein vierwöchiges Praktikum anzubieten. Und vielleicht werde ja sogar eine richtige Stelle draus.

„Das wäre dann Inklusion“, sagt er. „Wir jedenfalls haben mit unseren behinderten Mitarbeitern beim Stadtfest eine super Erfahrung gemacht, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.“ Auch über den Besuch von Ulla Schmidt, Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe, hat sich der G&V-Vorsitzende sehr gefreut. „Sie hat sich nicht nur sehr interessiert gezeigt“, erklärt er. „Das war wirklich echtes Interesse!“

Gelungen fanden Heinrichs und seine Kollegen natürlich auch, dass das diesjährige Aktionswochenende zum Thema „Heimat shoppen“ und das Stadtfest einen gemeinsamen Termin hatten. „Da hatten wir zusätzlich reichlich Gelegenheit, den Kunden unsere Argumente zu kommunizieren“, so Heinrichs. „Aber eigentlich sorgen wir ja permanent dafür, dass Heimat shoppen in Heinsberg attraktiv bleibt. Es ist der Kern unserer Geschäfte, die Menschen durch attraktive Angebote in die Stadt zu holen und ihnen zu zeigen, was wir alles können.“

Der Gedanke des „Heimat shoppens“ sei dann von Erfolg gekrönt, wenn es gelinge, einen ganzheitlichen Stadtmarketing-Prozess in Gang zu halten und dabei auch dem Zeitgeist Rechnung zu tragen. So sollen in Heinsberg zum Beispiel mehr Genuss-Erlebnisse geboten werden. Mit einem noch deutlicheren Schulterschluss von Handel und Gastronomie in der Stadt könne man die Attraktivität Heinsbergs als Einkaufsstadt weiter steigern und die Menschen dazu bewegen, ihr Geld vor Ort auszugeben, ist der G&V-Vorsitzende überzeugt.

Leerstände würden vermieden und die Stadt könne sich weiter positiv entwickeln.

Dank höherer Gewerbesteuereinnahmen könne die Stadt in städtische Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und auch in die Verschönerung der Ortsteile und der Innenstadt investieren. Und schließlich profitiere selbst die Umwelt davon, wenn die Menschen vor Ort einkaufen würden. Heinsberg könne heute schon alle Bedarfsbereiche in sehr kompakter Lauflage erfüllen. Alternativ könnten die Kunden quasi bis vor die Geschäfte fahren.

Wichtig sei, die jungen Leute im Alter zwischen 15 und 30 Jahren für das Thema „Heimat shoppen“ zu sensibilisieren. „Die jungen Leute muss man digital einfangen. Man muss im Netz informieren. Wer das noch nicht macht, sollte tunlichst in diese Richtung denken“, sieht Heinrichs bei vielen Gewerbetreibenden Handlungsbedarf. Dennoch: „Das Thema Heimat shoppen ist in den Köpfen der Leute angekommen“, er. „Da leisten auch die IHK und der Zeitungsverlag Aachen einen wichtigen Beitrag.“

Heinrichs nutzte schließlich die Eröffnungsfeier des Stadtfestes auch dafür, langjährige Mitglieder im G&V zu ehren: Bridget L´Habitant von Breeda´s Moden, die das 40-jährige Bestehen ihre Geschäftes feiert. Doris Bongartz von Optik Bongartz ist seit 25 Jahre in ihrem Geschäft aktiv, Leo Lasic vom Restaurant Medaillon und Stefan Emunds von EK-Compu-store sind es seit jeweils 20 Jahren.

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