Heinsberg - Informative Messe: Richtig hören, richtig heizen, richtig erben

Informative Messe: Richtig hören, richtig heizen, richtig erben

Von: Anna Petra Thomas
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Messeorganisator Helmut Schmitz (2.v.l.) im Gespräch mit Mitarbeiterinnen der Lebenshilfe, die ihren Pflegedienst vorstellten. Foto: anna
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„Das höre ich!“ Viele Besucher der Messe 50 Plus nahmen das Angebot eines kostenlosen Hörtests an.

Heinsberg. „Das ist ein Albtraum!“ Eine Messe für die Altersgruppe ab 50 aufwärts und dann zum Auftakt vereiste Straßen und heftiger Schneefall.

Aber Veranstalter Helmut Schmitz nahm‘s gelassen am Samstagvormittag bei der Eröffnung der zweitägigen Messe „50-Plus – Freude am Leben“ in der Aula der Heinsberger Realschule Im Klevchen. 38 Aussteller hatten schließlich den Weg durch den Schnee geschafft und pünktlich ihre Stände aufgebaut, und auch die Referenten für die Vorträge waren vor Ort. So nach und nach trudelten immer mehr Besucher ein.

„Schenken statt Vererben“ war der erste, dann doch schon gut besuchte Vortrag überschrieben. Kompetenter Referent war Hans-Oskar Jülicher, Fachanwalt für Erbrecht, der seine Kanzlei in Heinsberg hat, zudem im Vorstand des Netzwerks Deutscher Erbrechtsexperten aktiv ist. Aber in den 40 Minuten, die ihm zur Verfügung standen, konnte er nur einen groben Überblick geben, was seinen Zuhörern jedoch die Komplexität der Thematik bewusst machte. „Es hilft nur eine vernünftige, ausführliche Beratung!“, gab Jülicher seinen Gästen mit auf den Weg.

Vererben, ein komplexes Thema

„Viele Menschen kennen die Problematiken nicht, die dieses Thema birgt, oder sie haben völlig falsche Vorstellungen“, begründete er seine Motivation, sich kostenfrei als Referent in die Veranstaltung einzubringen. Hans-Josef Tissen, der Jülichers Vortrag gelauscht hatte, meinte dann auch, dass dies für ihn „der erste Weg“ gewesen sei, sich nachher vielleicht persönlich beraten zu lassen. „Man hat hier gemerkt, wie komplex die ganze Sache doch ist, sich und seine Angehörigen vernünftig abzusichern.“

Dann machte auch er sich zusammen mit seiner Frau auf den Weg durch die Messe. Diese widmete sich mehreren Themenspektren, vom Bauen und Wohnen über Fitness und Freizeit, Gesundheit und Ernährung, Leben und Pflege im Alter bis hin zu weiteren rechtlichen und sozialen Themen.

Heizung für die Wand

Interessante Informationen im Bereich Bauen und Wohnen lieferte zum Beispiel ein Anbieter von Infrarotheizungen, der seinen Sitz in Wassenberg hat. Nicht die Luft, sondern die festen Körper im Raum würden erhitzt, erklärte Lesley Pellen den Besucher den wesentlichen Unterschied zu herkömmlichen Heizsystemen. So ergebe sich bereits bei einer Raumtemperatur ab 18 Grad Celsius Behaglichkeit. Bei der Anschaffung könnten bis zu 50 Prozent gespart werden im Vergleich mit herkömmlichen Systemen, denn Infrarotheizungen könnten quasi wie ein Bild an die Wand gehängt werden. „Hier trifft man viele Leute auf einmal. Wir sind ein regionaler Betrieb und hier sind die Menschen aus der Region“, begründete Pellen die Teilnahme des Unternehmens an der Messe.

Im Bereich Gesundheit und Ernährung konnten die Messebesucher an mehreren Ständen an Tests mitmachen. Die Möglichkeit zum Hörtest gab es da ebenso wie die, die Funktionsfähigkeit der eigenen Venen überprüfen zu lassen. „Manche wissen es gar nicht und haben auch keine Schmerzen“, räumte Brigitte Rompel von der ausstellenden Hildener Fachklinik mit der immer noch weit verbreiteten Meinung auf, Venenerkrankungen seien immer äußerlich durch Krampfadern erkennbar.

Im Bereich Pflege stellte sich die Lebenshilfe Heinsberg mit ihrem neu gegründeten ambulanten Pflegedienst vor. Auch bei Mitarbeitern der Lebenshilfe gebe es Pflegebedarf, erklärte dazu Pflegedienstleiterin Martine Gouder de Beauregard. Allerdings sei der eigene Pflegedienst nicht nur für Menschen mit Behinderung gegründet worden. „Wir sind offen für alle Menschen, junge und alte, mit und ohne Behinderung.“

Die Altersgruppe von 49 bis 65, für die diese Messe konzipiert ist, „hat das größte Haushalts- und damit auch Konsumbudget“, erklärt Veranstalter Schmitz. „Und sie setzt primär auf regionale Beratung.“ Das macht den Erfolg seiner Messereihe aus. Seit dem Start 2009 hat er in NRW bereits 49 Messen organisiert, davon zwei in Heinsberg.

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