Heinsberg - Industriefest in Heinsberg: Gut „geklappert“ bei herrlichem Wetter

Industriefest in Heinsberg: Gut „geklappert“ bei herrlichem Wetter

Von: Anna Petra Thomas
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Mit seinem als Motorrad geltenden Kabinenroller war Michael Kerkhoff aus Neuss zum zweiten Mal zum Industriefest gekommen. Für die E-Rallye fehlte die Zeit, aber er genoss es, hier viele Fans der E-Mobilität zu treffen. Foto: Anna Petra Thomas
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Nicht nur auf 100 Jahre BMW blickte das Autohaus Kohl zurück, es präsentierte mit dem i8 auch einen innovativen Plug-in-Hybrid. Foto: Anna Petra Thomas
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Agi Koep begeisterte mit Toffee-Pralinen in Blätterteig. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Sonnenschein von früh bis spät, angenehme Temperaturen im einstelligen Bereich, da schauten nicht nur die Organisatoren, sondern auch die Besucher des 21. Industriefestes nach zwei Tagen allesamt zufrieden drein.

Schirmherr Peter Deckers, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, hatte da nicht nur seine wichtigste „Requisite“, wie er seinen Regenschirm nannte, gleich zu Hause gelassen. Er hatte es auch gar nicht weit gehabt zur Eröffnung im Autohaus Kohl, wohnt er doch gleich an der dort beginnenden Karl-Arnold-Straße.

Amt gerne übernommen

Er habe dieses Amt zudem sehr gerne übernommen, weil er sich damit auch in einer Reihe mit illustren Persönlichkeiten sehe, die diese Funktion schon innegehabt hätten, erklärte er. Schönes Wetter reiche jedoch bei weitem nicht aus, die gewünschte Resonanz beim Publikum zu erzielen, fuhr er fort. „Nach dem Überblick, den ich mir schon einmal verschafft habe, sind auch dieses Jahr alle Zutaten, die ein attraktives Gewerbefest ausmachen, wieder reichlich vorhanden.“

Klappern gehöre zum Handwerk. „Klappern muss aber letztlich jeder Unternehmer, der eine Dienstleistung an den Mann und natürlich auch an die Frau bringen will“, betonte Deckers. In den vergangenen 20 Jahren hätten die am Industriefest teilnehmenden Betriebe besonders erfolgreich geklappert.

Sein Dank ging aber auch an die Organisatoren des Festes, allen voran Günter Kleinen. Er wünschte der Veranstaltung schließlich so viel Erfolg, dass die Organisatoren im nächsten Jahr „wieder hochmotiviert das 22. Industriefest angehen und dann stramm auf das Silberjubiläum hinarbeiten“.

Schnelllebigkeit der Wirtschaft

Hubert Heinrichs, Vorstandsvorsitzender der Interessengemeinschaft Heinsberger Industriegebiet (IHI), hatte nach ersten Klängen der Kapelle „Aan Dae Reem“ aus Swalmen zuvor in seiner Begrüßung einen Blick auf die Schnelllebigkeit der Wirtschaft geworfen. „Da muss man sich täglich neue Gedanken machen und mit einem schlagkräftigen Team aktiv und innovativ agieren“, erklärte er.

Nur in einer Demokratie mit freier Marktwirtschaft sowie einer Struktur mit vielen unterschiedlichen, selbstständigen Unternehmen und Handwerksbetrieben könne der Wirtschaftsmotor erfolgreich in Bewegung gehalten werden. Und er sei sicher, dass die Firmen im Gewerbe- und Industriegebiet Heinsberg beim Industriefest wieder eindrucksvoll demonstrieren würden, wie leistungsfähig sie seien und dass sie mit Zuversicht in die Zukunft schauten.

Das tat dann als erster BMW-Filialleiter Alexander Flesch, nicht zuletzt aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Automarke. So konnten die Besucher Alt und Neu direkt nebeneinander bewundern, einen BMW 315 aus dem Jahr 1935 und einen BMW i8, einen sogenannten Plug-in-Hybrid mit einem Elektroantrieb an der Vorderachse und einem Turbo-3-Zylinder-Motor an der Hinterachse.

Fünfte E-Rallye

Diese Innovation war beim Highlight des Industriefestes, der fünften E-Rallye, zwar nicht dabei. Dafür übergab Flesch jedoch immerhin die Schlüssel für einen i3 an Bürgermeister Wolfgang Dieter und den Ersten Beigeordneten Jakob Gerards, die als Team zum fünften Mal an der Rallye teilnahmen.

Die Rundfahrt verzeichnete mit 55 Anmeldungen für dieses Jahr einen neuen Rekord. Strecken von 57 und 74 Kilometer standen zur Wahl. Gefragt war weniger Schnelligkeit als die Fähigkeit, an verschiedenen Orten knifflige Fragen zu beantworten, die als Ergebniszahl festzuhalten und so der Lösung möglichst nahe zu kommen.

Prominentester Zuschauer bei der Rallye war Christian Macharski als Hastenraths Will. In der Apotheke gab derweil Hella von Sinnen Autogramme. Auf dem Weg dorthin zog eine kleine Ausstellung von Oldtimern die Besucher an, die durchs Gewerbe- und Industriegebiet bummelten. An der Rettungswache war der Rettungshubschrauber „SAR 41“ zu Gast. Die Feuerwehr demonstrierte ihre gute Kooperation mit weiteren Rettungskräften, und für sportliche Abwechslung sorgten in diesem Jahr wieder einmal die Football-Spieler der Kreis Heinsberg Bisons.

Alles zu besuchen, machte ein Bus-Shuttle-Service leicht. Die ganz kleinen Besucher freuten sich übers Karussell und auch fürs leibliche Wohl war natürlich wieder bestens gesorgt.

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