Indien-Hilfswerk: Eindrücke einer Reise

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Heinsberg. Persönliche Kontakte zu den indischen Projektpartnern und regelmäßige Besuche der unterstützten Maßnahmen gehören für das Indien-Hilfswerk zum Erfolg der Selbsthilfeprojekte in der Behindertenarbeit dazu. „Erst vor Ort können wir uns ein Bild davon machen, wie unsere Spendengelder eingesetzt werden“, sagt Vorstandsmitglied Heribert Kamps.

Während seiner letzten Indien-Reise hat er erstmalig das Projekt von Pater Thomas Thadatil im indischen Maharashtra besucht.Sein Freund, Pastor Jose Kalupilankal aus Brachelen, unterstützt die beiden Einrichtungen, das Asha Bhavan (Haus der Hoffnung) und das Ashagram (Dorf der Hoffnung), seit einigen Jahren. Das Indien-Hilfswerk wurde vor zwei Jahren auf die Arbeit von Pater Thomas durch einen Zeitungsartikel aufmerksam. Heribert Kamps berichtet: „Im Projekt Asha Bhavan, das in der Nähe der Stadt Satara gelegen ist, heißen mich Kinder und Personal herzlich willkommen und ich erlebe gleich das allmorgendliche Ritual vor Schulbeginn.

Beim Rundgang durch die Klassen fällt auf, dass mittlerweile neben den Kindern mit Behinderungen auch Kinder aus der Umgebung am Unterricht teilnehmen. Mir gefällt die Sitzordnung in einer halbrunden Form, in deren Mitte der Lehrer sitzt und ganz besonders, dass Trainees (Auszubildende) jeweils nur mit einem Kind intensiv arbeiten. Ich spüre, wie kreativ und lebendig das Leben an dieser Schule ist.“

Am Spätnachmittag sei er nach Schulschluss mit Pater Thomas zum 25 Kilometer entfernt gelegenen Ashagram gefahren. Dort wurde er von einer Musikkapelle mit einem Ständchen begrüßt. „Stolz zeigen uns die Jugendlichen, die vom Geld des Indien-Hilfswerks angeschafften Betten, Schränke, Tische und Bänke, sowie die Tiefkühltruhe und den Generator, der im Notfall für den notwendigen Strom sorgt.“

Die jungen Leute, die in diesem Dorf leben und unter anderem die Felder bearbeiten, seien dankbar, dass Pater Thomas sie aufgenommen hat. Sie kennen ihre Eltern nicht, sind von der Polizei auf der Straße aufgelesen und im Zentrum abgeliefert worden. Manche haben nicht einmal einen Namen und sind deswegen nach dem Tag ihrer Aufnahme benannt.

Das Konzept von Pater Thomas sieht vor, dass diese jungen Menschen mit ihren besondere Bedürfnissen, Fähigkeiten und Talenten hier alt werden dürfen. Der Vorstand des Indien-Hilfswerkes hat beschlossen, für die vierzig jungen Männer neue Kleidung anzuschaffen und ein einkommenschaffendes Projekt im landwirtschaftlichen Bereich zu unterstützen.

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