In Wegberg fehlen Betreuungsplätze für 77 Kinder

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:

Wegberg. Auch in Wegberg mangelt es an Betreuungsplätzen für Kinder. Nach derzeitigem Stand sind insgesamt 77 Kinder (sieben Kinder über drei Jahre, 34 Kinder von zwei bis unter 3 Jahre, 36 Kinder von einem Jahr bis unter zwei Jahre) nicht versorgt.

Diese Zahlen des Kreisjugendamtes Heinsberg als zuständiger Träger der öffentlichen Jugendhilfe nannte die Erste Beigeordnete der Stadt Wegberg auf Anfrage der Fraktion Aktiv für Wegberg (AfW) in der jüngsten Ratssitzung.

Diese Situation dürfte sich im kommenden Kindergartenjahr noch verschärfen. Denn die auf dem „Krippengipfel“ auf Bundesebene 2007 vorgegebene Versorgungsquote von durchschnittlich 35 Prozent für U3-Kinder ist offensichtlich von der Zeit überrollt worden. Für 40,5 Prozent aller Wegberger Kinder unter zwei Jahren (89 von 220) und sogar für 86,5 Prozent aller Wegberger Kinder von zwei bis drei Jahren (198 von 229) liegen entsprechende Anmeldungen in Kindertageseinrichtungen für das Kindergartenjahr 2017/2018 vor. Zum Vergleich: 2016/2017 lagen die Quoten noch bei 28,7 bzw. 77,3 Prozent.

Um zumindest teilweise Abhilfe zu schaffen, wurde bereits vereinbart, auf dem Gelände des kommunalen Kindergartens in Merbeck einen Container aufzustellen. Kosten entstehen der Stadt Wegberg dadurch nicht. Dennoch sei aus Sicht des Kreisjugendamtes ein Neubau einer drei- oder viergruppigen Tageseinrichtung notwendig. Gespräche möglichen Trägern seien bereits geführt worden.

Geklärt wissen wollte die Fraktion AfW zudem die Frage, ob eine Amtshaftung der Stadt Wegberg für einen Verdienstausfallschaden wegen fehlender Kinderbetreuungsplätze ausgeschlossen werden kann. Ein solcher Gewährleistungsanspruch würde sich nicht gegen die Stadt Wegberg richten, sondern gegen den Kreis Heinsberg als den für die Stadt Wegberg zuständigen Träger der öffentlichen Jugendhilfe, führte das Kreisjugendamt aus.

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