In neuem Glanz: Fußfall von St. Gangolf saniert

Von: Anna Petra Thomas
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Frisch restauriert lädt der Fußfall vor der Heinsberger Schlangenkapelle zum Verweilen und zum stillen Gebet ein. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Wer aus der Heinsberger Innenstadt Richtung Schlangenkapelle wandert, der kommt kurz vor der Kapelle an einem sogenannten Fußfall vorbei. Die ehemals letzte Station des Kreuzwegs von St. Gangolf ist nun frisch saniert.

Der Gang zu Fußfällen als Bittgang war häufig Verstorbenen gewidmet und gilt als eine der ältesten Formen des Kreuzwegs. Den Fußfall vor der Schlangenkapelle vermutet Helmut Coenen vom Verein der Heimatfreunde der Heinsberger Lande als die ehemals letzte Station eines solchen Kreuzwegs von St. Gangolf bis zur Schlangenkapelle.

Auf rund 300 Jahre wird sein Alter geschätzt. Dank des Engagements des Heimatvereins zeigt er sich jedoch dem Gläubigen, der ihn besucht, jetzt wieder von Grund auf saniert, mit Sockel in Blaustein und einem neuen Dach, das Wind und Wetter standhält.

Rund 2000 Euro hat der Verein in die Sanierung investiert. Eine stolze Summe, wenn man bedenke, dass der Mitgliedsbeitrag sich auf 2,50 Euro pro Jahr belaufe, bemerkte Coenen. „Es hat etwas länger gedauert, aber jetzt ist alles so, wie es sein muss“, erklärte er den Mitgliedern und Besuchern“, die zur Weihe des Fußfalls gekommen waren, darunter Propst Markus Bruns und Pfarrvikar René Mertens.

Die Pfarrei St. Gangolf sei sehr dankbar für das Engagement des Vereins, erklärte Bruns. Der Fußfall, der ein vom ehemaligen Heinsberger Propst gestiftetes Bronzerelief enthält, lade zum Verweilen und vielleicht zu einem stillen Gebet ein. „In einer Zeit, wo man den Eindruck hat, dass der Glaube verdunstet, bleibt er als sichtbares Zeichen erhalten.“

„Er sieht aus wie neu und ist gegen alle Wetterunbilden geschützt“, freute sich auch Johannes Winkelhorst, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands von St. Gangolf. „Wollen wir hoffen, dass er auch in 100 Jahren noch hier steht und hält.“

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