Hückelhoven-Baal - „Immer Ärger mit den Töchtern“: Baaler Bürgerbühne feilt nun an Details

„Immer Ärger mit den Töchtern“: Baaler Bürgerbühne feilt nun an Details

Von: Helmut Wichlatz
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Voller Vorfreude auf die Premiere: das gesamte Ensemble der Baaler Bürgerbühne mit Chefin Rita Kluge (r.). Foto: Helmut Wichlatz
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Gekonnte Mimik ist die halbe Miete: Die Proben laufen bei der Baaler Bürgerbühne auf Hochtouren. Foto: Helmut Wichlatz

Hückelhoven-Baal. Die Bürgerbühne bleibt sich auch mit ihrem neuen Stück „Immer Ärger mit den Töchtern“ treu. In dem Schwank von Wilfried Reinehr, mit dem der Verein am 22. September im Bürgerhaus Premiere feiert, geht es wieder um Liebe, Verwechslungen, Schwindeleien und alles, was damit im Universum der Schwänke und des Volkstheaters einhergeht.

Und dafür steht auch die Baaler Bürgerbühne. Vor 22 Jahren begann die Gruppe mit dem Theaterspiel, seit 2003 ist sie ein Verein. Mittlerweile sind rund 60 Mitglieder dabei, darunter auch viele Fördermitglieder, die nicht auf der Bühne stehen. Geprobt, am Bühnenbild gebastelt und an den Szenen gefeilt wird in Genehen, wo die Gruppe auf einem Bauernhof ein Zuhause gefunden hat. Dort laufen derzeit auch die Proben für „Immer Theater mit den Töchtern“ auf Hochtouren.

Das Stück spielt in den 70er Jahren und stellt damit schon bei den Kostümen eine Herausforderung für das Team dar. Beim Bühnenbild wird das Thema „Bäuerliche Wohnstube“ erneut und völlig anders als beim Vorgängerstück „Eine Braut zu viel“. Auch da ging es um Liebe, Verwirrung und eine Heiratsschwindlerin.

„Diese Themen sind eben sehr beliebt“, sagt Regisseurin Rita Kluge. „Hauptsache ist aber, dass es lustig ist.“ Denn ohne Humor keine Baaler Bürgerbühne. Der Verein verfügt über ein stabiles Ensemble, aus dem sich die jeweils die zu besetzenden Rollen rekrutieren. Ob kesser Teenager, liebestoller Lebemann, Klatschreporterin oder kauziger Opa – bei der Bürgerbühne ist man auf nahezu alles vorbereitet, was die Besetzungslisten der ausgewählten Stücke erfordert.

Dabei haben die Akteure ihre festen Rollen. So ist Susanne Birth auch diesmal wieder die auf den ersten Blick plumpe aber vorlaute Magd, die weitaus mehr mitbekommt als man denken möchte. Jennifer Gunder ist auf die Rolle der „jungen Naiven“ abonniert. Diesmal kann sie als Bauerstochter Trude auch noch obendrein nach Herzenslust einfältig sein und ein ums andere Mal als Trude das Gesicht entgleisen lassen – was ihr offensichtlich Spaß macht.

Heiratsschwindlerin

Dass Trude erst unter die Haube gebracht werden muss, bevor ihre Schwester Bärbel heiraten darf, macht das Liebeswerben des Musikers Michael (gespielt von Matthias Onkelbach) nicht einfacher. Die obligatorische Heiratsschwindlerin, die sich auf das heimliche Inserat des Bauern meldet und den Hof absahnen will, darf natürlich nicht fehlen. Gespielt wird sie von Sonja Buchholz, die in der letzten Produktion noch als rasende Dorfreporterin dazu beigetragen hatte, das schändliche Treiben einer Heiratsschwindlerin aufzudecken. Als Autorin des Stückes „Der Gast ist König“ trat sie vor zwei Jahren in Erscheinung. Neu dabei ist die 19-jährige Julia Moritz, die als Tochter der Heiratsschwindlerin debütiert.

Das Textbuch kann im Sommer öfter auf dem Platz liegenbleiben und die Schauspieler konzentrieren sich mehr auf Gestik und Mimik, sobald der Text sitzt. Die Rollen werden in der Gruppe erarbeitet. Jeder leistet seinen Beitrag, bis die Figur perfekt ist und jeder Witz genau sitzt. Die Theatersaison beginnt im März mit der Auswahl des Stückes und den ersten Proben und findet im Herbst mit der Premiere und den Folgeterminen im Baaler Bürgerhaus und in der Hückelhovener Aula ihren Höhepunkt. Bis dahin liegt noch eine Menge Arbeit vor den Akteuren.

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