Im Streit sieben Mal auf 24-Jährigen eingestochen

Von: Rainer Herwartz
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Weil ein Bewohner eines Flüchtlingsheims in einem Streit einen Mitbewohner attackiert hat, musste in Hückelhoven die Polizei ausrücken. Symbolfoto: Colourbox

Hückelhoven-Millich. Mit lebensgefährlichen Stichverletzungen endete in der Nacht von Freitag auf Samstag eine Auseinandersetzung zwischen zwei jungen Männern aus Bangladesch in der Asylbewerberunterkunft in Millich.

Laut Aussage des ermittelnden Staatsanwaltes Stefan Lingens aus Mönchengladbach war es wohl in der Gemeinschaftsküche der Unterkunft zwischen den 21 und 24 Jahre alten Männern zu einem Streit gekommen. „Sie mochten sich schon seit längerem nicht“, erklärte der Staatsanwalt auf Nachfrage unserer Zeitung.

Die beiden Männer sind ohne familiären Anhang nach Deutschland eingereist. Was diesmal der Grund für die Auseinandersetzung war, steht noch nicht fest. Nur soviel: sie soll von dem 24-jährigen, späteren Opfer ausgegangen sein. Der 21 Jahre alte Täter hatte offensichtlich kurzfristig die Küche verlassen, war dann aber mit einem Messer in der Hand zurückgekehrt und hatte sieben Mal auf seinen Widersacher eingestochen.

Die Verletzungen, die er ihm zufügte waren so schwerwiegend, dass sich der 24-Jährige in akuter Lebensgefahr befand. „Er war schwerstverletzt“, so Lingens. „Der Geschädigte ist noch nicht vernommen worden, er war nicht mehr ansprechbar.“ Bis zum Montag hatte sich daran noch nichts geändert.

Mitbewohner der beiden Streithähne waren in der Nacht auf die Messerattacken aufmerksam geworden und hatten Polizei und Rettungsdienst alarmiert. Der Täter, der ebenfalls leicht verletzt wurde, ließ sich ohne Widerstand noch vor der Asylbewerberunterkunft festnehmen. Bislang war der Mann nicht einschlägig in Erscheinung getreten, eine Vorstrafe existiere nicht, so Lingens.

Wegen Fluchtgefahr, versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung verhängte ein zuständiger Richter Untersuchungshaft.

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