Hückelhoven/Erkelenz - Im Archiv: Neue Heimat für Steufmehls Foto-Schätze

Im Archiv: Neue Heimat für Steufmehls Foto-Schätze

Von: koe
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Große Freude über einzigartige Zeitdokumente beim Team von Schacht 3 und der Erkelenzer Stadtarchivarin: Fotos von Arnold Steufmehl finden Eingang in die Archive. Foto: Koenigs

Hückelhoven/Erkelenz. „Arnold Steufmehl war jemand, der uns begleitet hat, auch in schweren Zeiten, immer engagiert und objektiv.“ Diese Feststellung traf Detlef Stab als Vorsitzender des Fördervereins von Schacht III, als ihm und seinen Archiv-Mitarbeitern Rolf Sippel und Peter Winkens nun viel Bildmaterial des kürzlich im Alter von 92 Jahren gestorbenen Pressefotografen von der Interessengemeinschaft Hetzerath übergeben wurde.

Fotos aus dem Raum Erkelenz, zum Beispiel mit Pastor Bosch beim Prominenten-Fahrradrennen 1973 oder mit den Bürgermeistern Willy Stein und Theo Clemens in Gebäuden, die es heute nicht mehr gibt, konnte Karoline Meyntz vom Erkelenzer Stadtarchiv in Empfang nehmen. Nach dem Tode des renommierten Fotografen Arnold Steufmehl hatte seine Tochter Ingrid Hasskerl mehr als 1300 Fotos aus der Heimat Hetzerath und Umgebung, der Stadt Erkelenz und der Zechenstadt Hückelhoven der Interessengemeinschaft Hetzerath geschenkt. Eine Fotoausstellung in der Hetzerather Mehrzweckhalle fand großen Anklang.

Fotos von der Zeche Sophia-Jacoba, Schacht 4, dem Bau der modernsten Kohlenwaschanlage Europas, den Demos zum Erhalt der Zeche, dem Fallen der Fördertürme und vieles mehr beeindruckte die Besucher. Jetzt können die Bilder im Archiv des Fördervereins Schacht III besichtigt werden. Die Fotos aus Hetzerath und Umgebung verbleiben im Turmarchiv unter den Glocken der Sankt-Josef -Kirche in Hetzerath und können dort nach Terminabsprache besichtigt werden (Telefon 02433/7728).

Die mit den Fotos geerbten mehr als 10.000 Negative in unterschiedlicher Größe werden zurzeit von Willy Leuver gesichtet, sortiert, beschriftet und später für die Interessengemeinschaft Hetzerath digital aufbereitet beziehungsweise an interessierte Gremien weitergeleitet. Detlef Stab vom Förderverein Schacht III und Karoline Meyntz vom Erkelenzer Stadtarchiv freuten sich sehr über das Bildmaterial, das der Vorsitzende der Interessengemeinschaft, Heinz Willi Wyen, ihnen überreichte. Sie würdigten die Qualität der Bilder, die in den Archiven einen festen Platz erhalten werden.

Hoher Respekt

Arnold Steufmehl war mehr als 30 Jahre freier Pressefotograf. Sein Vater gehörte zur ersten Belegschaft von Sophia-Jacoba. Seitdem Arnold Steufmehl im Jahre 1931 seine erste Kamera in Händen halten konnte, hatten ihn Kameras und somit die Fotografie bis ins hohe Alter begleitet. Hauptberuflich war er als Dreher bei der Erkelenzer Maschinenfabrik beschäftigt. Mit 86 Jahren entdeckte er die digitale Fotografie und den PC, an dem er seine Erinnerungen und Erlebnisse niederschrieb.

Auch seine ihn damals begleitenden, nebenberuflichen Weggefährten zollen ihm noch heute als Fachmann und Kollege hohen Respekt.

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