Hückelhoven/Wassenberg - Identität der verbrannten Frau weiter unklar

Identität der verbrannten Frau weiter unklar

Von: Rainer Herwartz
Letzte Aktualisierung:
Leiche
Die Beamten des Erkennungsdienstes sichern in der Nähe des Fundorts die Spuren. Foto: Georg Schmitz

Hückelhoven/Wassenberg. Schon oft war er den Weg durch den Wald spaziert, doch den Montagabend wird der Mann, der eigentlich nur seinen Hund ausführen wollte, wohl nie mehr vergessen. Gegen 19 Uhr, so bestätigte später die Polizei, habe ein Passant in einem Waldstück zwischen Hückelhoven-Altmyhl und Wassenberg-Myhl die Leiche einer Frau entdeckt.

Die Identität der Frau, die nach ersten Ergebnissen der Obduktion einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel, lag nach Aussage der ermittelnden Staatsanwältin Carola Guddat aus Mönchengladbach am Dienstag noch im Dunkeln.

Der Polizei wurde bislang keine vermisste Person gemeldet, die mit der Tat in Verbindung stehen könnte. Die starken Verbrennungen der Leiche erschwerten zudem die Untersuchungen. Fest stand lediglich, dass die Frau, die etwa 100 Meter abseits der Altmyhler Straße lag, über 25 Jahre alt sein müsse, etwa 1,58 Meter groß und schlank war. Sie hatte grau-rot getönte, etwa 20 Zentimeter lange Haare.

„Ob die Frau bekleidet war, ist noch nicht zu sagen”, erklärte Guddat, „weil die Kleidung ja auch verbrennt oder sich durch die große Hitze mit dem Körpergewebe verbindet.” Irgendwelche Utensilien seien vor Ort bislang nicht gefunden worden. Die Todesursache stünde ebenfalls noch nicht genau fest. Allerdings sei klar, dass der Frauenkörper am Fundort selbst in Brand gesetzt worden sei. Ob dieser allerdings gleichsam der Tötungsort ist, sei noch zu klären, sagte Guddat.

Die weiteren Untersuchungen in der Rechtsmedizin in Düsseldorf, in die die Frauenleiche noch in der Nacht zum Dienstag gegen 1.15 Uhr gebracht worden war, sollen hierzu wichtige Anhaltspunkte liefern. „Ich denke, dass die Untersuchungen lange dauern”, sagte die Staatsanwältin.

„Es wird davon ausgegangen, dass die Liegezeit einige Tage beträgt”, sagte Carola Guddat. Daher fordert die Staatsanwältin die Bevölkerung auf, Beobachtungen, die seit Mittwoch vergangener Woche in dem angegebenen Gebiet gemacht worden seien, der Polizei unter 02452/9205805 oder 02452/9200 mitzuteilen.

Diese hatte nach dem grausigen Fund am Montagabend sofort den Wirtschaftsweg abgesperrt, der in den Wald führt. Der Löschzug Myhl der Feuerwehr Wassenberg leuchtete auf Anforderung der Polizei den TatFundort aus. Eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Aachen nahm die Ermittlungen auf und löste die bis dahin tätigen Kollegen der Heinsberger Polizeibehörde ab.

Um 21.15 traf am Montagabend auch der Erkennungsdienst aus Aachen ein und begann mit der Spurensicherung. Vom Technischen Hilfswerk wurden Hilfsmittel und Pavillons angefordert, um den Tatort bei eventuell einsetzendem Regen trocken zu halten. Als die Spurensuche in der Nacht zunächst abgebrochen werden musste, blieben zwei Polizisten aus Hückelhoven am Fundort der Leiche zurück, um diesen auch in den weiteren Stunden bis zum Tagesanbruch zu sichern.

Der Bauhof der Stadt Wassenberg rückte am Dienstagnachmittag an und beseitigte Strauchwerk, um die Suche auch nach kleinsten Anhaltspunkten für die Experten zu erleichtern. Gegen 1.15 Uhr stieg ein Hubschrauber auf, der Fotos und Filmaufnahmen vom Fundort der Leiche machte.
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