Hunderte Bauernmarkt-Besucher trotzen dem Schmuddelwetter

Von: Helmut Wichlatz
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Alles frisch, (fast) alles aus der Region: Der Bauernmarkt auf Hohenbusch setzt auf Vielfalt. Foto: hewi
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Gut beschirmt: Wer am Samstag den Bauernmarkt besuchte, war gut beraten, ein tragbares Dach mitzunehmen. Foto: hewi

Erkelenz. Der 19. Bauernmarkt auf Hohenbusch war nichts für Weicheier! Am Samstag konnte man die Minuten, an denen es nicht regnete, ohne große Mühe zählen. Trotzdem zog es schon zur Eröffnung Hunderte Besucher in die historische Anlage.

Die Organisatoren setzen beim Bauernmarkt gerne auf das Fahrrad als Fortbewegungsmittel, um zu dem ehemaligen Kloster und Gutshof vor den Toren der Stadt zu gelangen. Diesmal bevorzugten viele Besucher den kostenlosen Shuttlebus, der alle 20 Minuten nach Hohenbusch und wieder zurück nach Erkelenz fuhr.

Auf dem Bauernmarkt erwartete die Besucher wieder die gesamte Vielfalt der Produkte aus der Region, wie man sie heute auf manchem Wochenmarkt sucht. Frisch vom Feld oder bereits weiterverarbeitet, zum Beispiel zu Rübenkraut, Apfelmus oder Säften. Dazu exotische Genüsse wie griechische Olivenmarmelade oder Tiroler Spezialitäten und ein vielseitiges Angebot an mehr oder weniger nützlichen Haushaltswaren, Kunsthandwerk und Vorführungen alter Traditionsberufe. Beim Bauernmarkt kam jeder auf seine Kosten.

Bei der Fleischerei Rösken, die ihren Stand gleich neben dem Herrenhaus aufgebaut hatte, konnte man die Schwäbisch-Hallischen Schweine in Augenschein nehmen, die später zur Wurst verarbeitet auf dem Teller landen werden. Die Tiere werden nur mit Eicheln gefüttert, wodurch ihr Fleisch eine besondere Note erhält.

Einen Stand weiter gab es das passende Kräuterbonbon zum bescheidenen Herbstwetter. Der Familienbetrieb Wilhelm Müller besteht seit 1949 und bietet seitdem seine Kräuterbonbons ohne Aromazusätze an. Joachim Michalski, Schwiegersohn des Firmengründers, bot seine geschmackvollen Waren gerne zum Probieren an. „Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, der nimmt auch mal gerne mehr mit“, wusste er zu berichten.

Mehr Andrang am Sonntag

Mit dem Besucherandrang am Eröffnungstag war er nicht so zufrieden. „Wir sind schon seit Jahren auf Hohenbusch dabei, aber so wenige Besucher hatten wir noch nie“, erklärte er. Da aber zumindest der Sonntag weitestgehend trocken blieb, kletterten die Besucherzahlen noch einmal kräftig nach oben.

Zur Eröffnung gibt es traditionell auch den Ehrenvogelschuss des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Peter Jansen und den Kreislandwirt Hans-Gerd Joeris schritten die Gäste zur Tat und legten einen rekordverdächtigen Durchgang hin. In alphabetischer Reihenfolge traten die Schützen an.

Bei „M“ fiel der Vogel schon, als Raphael Meyersieck von der Agentur Kultur-Garten anlegte und Treffsicherheit bewies. Sehr zur Freude der Schützen, die aufgrund des Alphabets im Regen auf ihren Einsatz warteten. Von der stellvertretenden Bürgermeisterin Astrid Wolters ist bekannt, dass sie ein Gewehr sowieso nur widerwillig und aus Gründen des Brauchtums in die Hand nimmt. Umso erfreuter war sie, als es zügig ins Festzelt ging, wo trocken weitergefeiert werden konnte.

Ein Bauernmarkt ohne Tiere ist keiner. Daher gab es eine Tierausstellung, eine Hütehundevorführung und einen Streichelzoo für die Kleinen. Viel Zulauf hatten die Rheinischen Landfrauen, die lecker über Honig informierten.

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