Humoriges und Nachdenkliches: Neujahrsempfang der Heinsberger SPD

Von: Johannes Bindels
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Die Geehrten im Kreise des Vorstandes, des Bundestagsabgeordneten und der Landtagskandidaten: (v.l.) Christoph Grundmann, Hans Josef Voßenkaul, Norbert Spinrath, Paul Hintzen, Ralf Derichs, Peter Mustert, Uwe-Erwin Rauschning, Ilse Lüngen und Ralf Herberg. Foto: Johannes Bindels

Heinsberg. Beim Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Heinsberg reichten die Rück- und Ausblicke thematisch von global bis lokal, von Trump bis Merkel, von Scherpenseel bis Düsseldorf und von Freiheit bis Sicherheit. Humorig und in Reimform vorgetragen, erfolgte der Jahresrückblick von Helmut Hawinkels, gefolgt von den Ehrungen durch den Vorsitzenden Dr. Hans Josef Voßenkaul.

Mit den Vorträgen von Norbert Spinrath und Christoph Grundmann warfen die Bundes- und Landtagswahl ihre Schatten voraus.

Der in Reimform vorgetragene Jahresrückblick von SPD-Mitglied Helmut Hawinkels gehörte auch beim 22. Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins traditionell zum Programm. Wenn die Ereignisse in Köln und Berlin sowie die Wahl Trumps zu den globalen und nationalen Themen des Jahresrückblicks gehörten, so kamen auch die lokalen Ereignisse nicht zu kurz. „Die Schulabstimmung ging daneben, ja liebe Leut, so ist das eben, wenn für viele es scheint ne Qual, für unsre Kinder zu gehen zur Wahl“, lauteten die Zeilen zum Bürgerbegehren der Schulretter.

„Ein wichtiges Thema war auch hier, Frau Merkels Satz ,Das schaffen wir‘. Flüchtlinge sind nach Heinsberg gekommen, nicht jeder hat sie gern genommen. Den Nächsten lieben ist Menschenpflicht! Fremdenhass, den wollen wir nicht! Das haben in Heinsberg viele bedacht und beim Helfen mitgemacht. An die wollen wir einmal denken und ihnen Beifall schenken“, waren die Zeilen zu einer weit in die gesellschaftlichen Abläufe reichenden Veränderung, die spontan Zustimmung auslöste bei den Mitgliedern und Gästen.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Norbert Spinrath nahm in seiner Ansprache das Thema Flüchtlingshilfe ebenfalls auf. „Ohne ehrenamtliche Arbeit wäre die Aufgabe der Erstaufnahme und Betreuung nicht zu bewältigen gewesen“, betonte Spinrath. Diesem Einsatz gebühre hohe Anerkennung. Er wandte sich gegen die These, dass Grenzen nicht hätten geöffnet werden dürfen. Sie sei grundsätzlich falsch, da die Grenzen über Jahrzehnte nie geschlossen waren. Wer fordere, Grenzen zu schließen, fordere dies auch für die nahen Grenzen zu den Niederlanden und Belgien.

Das könne niemand ernsthaft wollen, und deswegen seien solche Forderungen zurückzuweisen. Der Ruf nach Sicherheit dürfe nicht zu Lasten der Freiheit gehen. Und zur Sicherheit gehöre vor allem auch die soziale Sicherheit durch Mindesteinkommen und durch sichere Arbeitsplätze, um damit Planungssicherheit für die Gründung von Familien zu ermöglichen, ließ Spinrath erste Wahlkampfpositionen und Überzeugungen erkennen.

Von Seiten der beiden SPD-Landtagskandidaten Ralf Derichs (Wahlkreis Heinsberg Nord) und Christoph Grundmann (für den Wahlkreis Süd) betonte Letzterer mit dem Thema der „B 221n Ortsumgehung Scherpenseel“ und dem Thema Industriegebiet Lindern erste inhaltliche Schwerpunkte für den anstehenden Wahlkampf. Den illegalen Gülle-Transporten aus den Niederlanden und der dadurch bedingten Nitratbelastung des Grundwassers werde die SPD ebenso die notwendige Aufmerksamkeit widmen und den schwarzen Schafen den Kampf ansagen, betonte Grundmann.

In gelöster Atmosphäre fanden die beiden Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft die angemessene Aufmerksamkeit. Der Vorsitzende Dr. Hans Josef Voßenkaul konnte Urkunde und Ehrennadel an Paul Hintzen für 40-jährige und an Peter Mustert für 50-jährige Mitgliedschaft übergeben.

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