Hückelhoven - Hückelhovener des Jahres ist „Baumfäller“

Hückelhovener des Jahres ist „Baumfäller“

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Jakob Latour(Bildmitte) wurde zum Hückelhovener des Jahres 2012 gewählt. Es gratulieren Michael Christ als Vorsitzender der Werbegemeinschaft und Martina Holten, die stellvertretende Vorsitzende. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Als der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Hückelhoven, Michael Christ, im Saal Sodekamp Dohmen in Hilfarth den Hückelhovener des Jahres 2012 bekannt gab, nämlich Jakob Latour, brandete lang anhaltender Beifall auf. Offenbar war der Saal mit dieser Wahl sehr zufrieden.

Zu Beginn der Veranstaltung hatte Martina Heuten das Motto für das Jahr 2013 bekannt gegeben: „Fit in die Zukunft“. Sie wies auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres hin wie das Beach Volleyball Turnier, die Tour de Rur sowie den Wep Stromlauf.

Im Mittelpunkt des Balls des Handels 2013 stand natürlich die Bekanntgabe des Hückelhoveners des letzten Jahres. Zum 15. Mal wurde dieser Ehrentitel vergeben, diesmal mit einer Änderung gegenüber den letzten Jahren: Es gab einen Laudator, der den Preisträger vorstellte und dabei beschrieb, warum wohl die Wahl auf ihn gefallen war. Diese Aufgabe hatte Dr. Hans Latour übernommen. Er zählte nicht einfach auf, was sein jüngerer Bruder an sozialem Engagement gezeigt hatte, er charakterisierte ihn dabei auch als humorvoll und gesellig. Er erzählte sogar die Lieblingswitze des Geehrten und entging so der Gefahr, in Lobhudelei zu verfallen oder eine Art Heiligsprechung vorzubereiten.

Zu den Aktivitäten von Jakob Latour gehören unter anderen immer noch seine Sammelaktionen von Kamellen in Schulen und Kindergärten für Waisenhäuser in Rumänien, die Mithilfe beim Transport von Schulmöbeln und Tornistern nach Paraguay, Ungarn und Russland, seine Fahrten für die Tafel beim Abholen von Lebensmitteln und seine Aktivitäten im TV Hückelhoven-Ratheim, wo er seit 1954 Übungsleiter ist und Beisitzer im Vorstand.

In besonderer Weise widmet sich Jakob Latour der Hilfe für Projekte des Eine-Welt-Laden-Vereins Hückelhoven im halbtrockenen Nordosten Brasiliens. Dafür hat er inzwischen für mehrere Tausend Euro Pumpen und Zisternen angeschafft, die er durch Bäume Fällen finanziert hat. Dafür hat er sogar eigens einen Kursus absolviert und ist nun etwas wie ein staatlich geprüfter Baumfäller.

In seinen Dankesworten betonte Jakob Latour, dass er nicht gerne im öffentlichen Interesse stehe und die Verleihung von Preisen mit einer gewissen Skepsis be-trachte. Warum sollte er einen Preis erhalten für das, was für ihn selbstverständlich sei und ihm Spaß mache? Wenn er diesen Preis dankbar annehme, dann aus zwei Gründen: „Einmal lässt sich das Preisgeld von 500 Euro in andere Einheiten umrechnen; zum Beispiel lässt sich davon eine Zisterne in Brasilien bauen oder einen kleinen Lkw nach Rumänien schicken.“ Zum anderen seien diese Aktionen ihm ans Herz gewachsen und bekannter geworden, so dass sich die Unterstützung verstärke. Er schloss seine Dankesrede, für die er stehenden Applaus erhielt, indem er sich an die Presse wandte: „Bitte unterstützen Sie meine Weihnachtsbaum-Aktion, indem Sie in der kommenden Adventszeit die Menschen in Hückelhoven aufrufen, Weihnachtsbäume zu stiften für Schulen, Kirchen und Vereine im Stadtgebiet und zum Kauf für Privatleute. Durch die vergangene Weihnachtsbaumaktion konnten schon Zisternen in Brasilien gebaut werden.“

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