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Hückelhoven zeigt Hut

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Damen und Herren beweisen Mut zur Kopfbedeckung: Hüte und Mode standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs im evangelischen Altenzentrum in Hückelhoven. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Einen Hut zu tragen, macht Spaß. Das haben die Bewohner und Mitarbeiter des evangelischen Altenzentrums Hückelhoven beim Neujahrsempfang bewiesen. Viele der über hundert Besucher und Akteure kamen dementsprechend gut behütet.

Iris Nitsche vom Sozialen Dienst stellte in einer Modenschau Hüte und Träger vor. Mit von der Partie waren Bewohner, Mitarbeiter und viele der über 80 ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Neben vielen Hüten und Köpfen gab es auch immer wieder nette kleine Geschichten um die alten und neuen Hüte zu bestaunen. Günter Koppitz erzählte, wie er vor sechs Jahren in Winterberg an seinen Regenhut kam, der ihm bis heute treue Dienste leistet. Heinz Schwieger zeigte sich mit seinem Panamahut, den er schon über zehn Jahre besitzt und von dem er sich nicht freiwillig trennen würde.

Wahre Schätzchen

Unter den Kopfbedeckungen gab es auch wahre Schätzchen zu bestaunen. Der Zylinder von „Orgels Jupp“ alias Josef Schulz ist zum Beispiel schon über 100 Jahre alt. Er trägt ihn regelmäßig bei seinen Auftritten mit der Drehorgel. Annegret Dittert zeigte sich mit ihrer Enkelin Michaela Berg im Partnerlook.

Ihr elegantes Kleid war, wie in den fünfziger Jahren häufig, schwarz-weiß gepunktet. „Polka Dots“ nannte man das, wie die Besucher erfuhren. Michaela Berg trug aus dem gleichen Stoff ein passendes Oberteil. Schicke Hüte rundeten natürlich das Erscheinungsbild ab. Denn was ist eine Dame schon ohne ihren Hut?

Über hundert Hüte zu allen Gelegenheiten waren zu sehen: Hüte, die vor Sonne oder Regen schützen, Hüte zu festlichen Gelegenheiten oder solche, die zur Berufskleidung gehören. Von besonderem Interesse war der bekannte Chapeau Claque, Filzhüte für den Herrn und Ausgehhüte für die Dame. Besonders wertvolle Hüte sind noch bis zum Wochenende hinter Glas zu bewundern. Dazu gehören Raritäten aus dem Bergbaumuseum, handgemachte Damenhüte für den Abend und ein Barrett, das von Soldaten der Luftwaffe im zweiten Weltkrieg getragen wurde.

Mehr als zwanzig Personen stellten Hüte zur Verfügung. Darunter auch Annelies Becker aus Wassenberg und Hannelore Weggen aus Wegberg.

Letztere klärte in Reimform darüber auf, „Was Hüte bedeuten“. Musik-Einlagen mit Hut, die durch Mitarbeiter der Wohnbereiche gestaltet wurden, sorgten für heitere Momente, darunter der Mitmachtanz „Mc Donald“ und „Ich kauf mir lieber einen Tirolerhut“. Die guten Wünsche für das Jahr sprachen der Vorstandsvorsitzende Detlef Fox, Bürgermeister Bernd Jansen und die Vorstandsvorsitzende des Bewohnerbeirats, Waltraud Schramm.

Dank an die Macher

Als Dankeschön für viele Ideen und das Engagement im letzten Jahr überreichte Detlef Fox dem Bewohnerbeirat und dem Beratungsgremium Blumen für die Damen und Pralinen für die Herren. Pfarrer Wolfgang Krosta, der den Abend mit einer Andacht zu drei Hüten einleitete, beendete den Empfang mit einem Segen. Er wünschte sich, dass alle Anwesenden sich in diesem Jahr „gut behütet“ fühlen und die Mitarbeiter es schaffen, „alles unter einem Hut“ zu bringen .Bei Unterhaltungsmusik durch Guido Goodridge aus Essen und einem gemeinsamen Abendessen hatten sich Bewohner und Gäste noch viel zu erzählen.

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