Hückelhoven sieht keinen Grund, an Jago zu zweifeln

Von: Ingo Kalauz
Letzte Aktualisierung:
13622174.jpg
Das Gebäude auf dem rund 200 000 Quadratmeter großen Gelände neben der ehemaligen Kohlewäsche ist nicht zu übersehen: Es ist 505 Meter lang, 240 Meter breit und 12,40 Meter hoch. Foto: Klassen

Hückelhoven-Ratheim. „Wir haben keinen Grund, daran zu zweifeln, dass die Firma Jago ihre mit uns abgeschlossenen Vereinbarungen erfüllt.“ Dr. Achim Ortmanns, der Technische Beigeordnete der Stadt Hückelhoven, tritt damit Spekulationen entgegen, die in letzter Zeit in der Stadt häufiger zu hören sind.

Die Behauptungen klingen etwa so: Da passiert doch nichts; die vermieten jetzt sogar schon Teile der riesigen Halle; da werden niemals 800 Arbeitsplätze entstehen – viel Gerede, doch nichts Genaues weiß man nicht.

„Fakt ist“, sagt Dr. Ortmanns, „dass das Gebäude, in dem Jago seine Waren aus den Sparten Heim und Garten, Heimwerken, Freizeit, Fitness, Tierbedarf und Spielzeug lagern und vertreiben will, viel früher fertig geworden ist, als geplant“. Deshalb böte das Unternehmen Teile der Halle jetzt als Zwischennutzung zur Vermietung an andere Firmen an. „Die Firma Jago hat jetzt noch überall in Deutschland kleinere Läger“, sagt der Beigeordnete. Die würden derzeit alle geschlossen und nach Hückelhoven verlagert.

„Fakt ist auch“, so Dr. Ortmanns weiter, „dass vertraglich festgelegt ist, dass Jago das Gebäude für ihr Logistikzentrum zum August 2017 bezieht und gewerblich nutzt“. Das Gebäude auf dem rund 200.000 Quadratmeter großen Gelände neben der ehemaligen Kohlewäsche ist ja weiß Gott nicht zu übersehen: Es ist 505 Meter lang, 240 Meter breit und 12,40 Meter hoch und verfügt über 120.000 Quadratmeter Lager- und Logistikfläche. Es bietet Andockmöglichkeiten für bis zu 120 Lkw, zusätzlich sind 400 Auto- und 100 Lkw-Park- und Wende-Plätze vorhanden.

Das Gelände gehörte einst zu Sophia-Jacoba, zuletzt waren zu etwa gleichen Teilen die Stadt Hückelhoven und die Heinrich Schäfermeyer GmbH, eine Tochter des EBV, Eigentümer; 10.000 Quadratmeter der Fläche liegen auf Wassenberger Gebiet, der Rest gehört zur Stadt Hückelhoven.

Am Ende der einzelnen Ausbauphasen will Jago in Hückelhoven rund 800 Arbeitsplätze schaffen, das Unternehmen wäre dann nach QVC mit rund 1200 Mitarbeitern der zweitgrößte Arbeitgeber im Stadtgebiet.

„Fakt ist, dass sich Jago bisher an alles gehalten hat, was in den zuständigen politischen Gremien des Rates vorgetragen worden ist“, sagt Dr. Achim Ortmanns. Es gebe derzeit, so der Technische Beigeordnete der Stadt Hückelhoven, „keinen konkreten Anlass, dem Online-Händler Jago kritische Fragen stellen zu müssen“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert