Hückelhoven hat viel mehr Geld als im Sommer gedacht

Von: Norbert F. Schuldei
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Hückelhoven. Es wird ja nicht selten behauptet, in der Zeitung stünden nur negative Meldungen. Stimmt nicht: Wenn Sie die folgenden Zeilen lesen, werden Sie nur Positives finden. Und das, obwohl es um den Haushalt der Stadt Hückelhoven geht.

Den nämlich hat Kämmerer Helmut Holländer in der Ratssitzung am Mittwochabend den Stadtverordneten zur genaueren Prüfung vorgelegt. Das werden die in den nächsten Tagen und Wochen machen, bevor sie ihn verabschieden und damit der Verwaltung vorgeben, was im kommenden Jahr gemacht werden kann und was nicht.

Es kann viel mehr gemacht werden als noch im Sommer gedacht: Die finanzielle Lage der Stadt hat sich nämlich für den Chef über die Finanzen, also den Kämmerer, überaus positiv entwickelt. Das freut auch dessen Chef, also den Bürgermeister, ganz enorm.

Bernd Jansen in der Ratssitzung: „Erstmals können wir für das Jahr 2014 einen Ergebnishaushalt präsentieren, der einen Überschuss ausweist. Danach werden erstmals seit dem Jahr 2008 die Erträge höher sein als die geplanten Aufwendungen.“ Das ist für die Menschen, die in Hückelhoven leben, gut.

Denn beispielsweise sinken die Gebühren für die graue Tonne, also das 120-Liter-Restmüllgefäß, bei vierzehntägiger Abfuhr um 28,23 Euro. Auch die vielen Vereine im Stadtgebiet dürfen sich freuen: Die Leistungen, mit denen die Stadt ihr wichtiges Zutun für ein funktionierendes Gemeinwesen unterstützt, werden im kommenden Jahr nicht gekürzt.

Die Sanierung der Schulen, beispielsweise der Grundschule in Hilfarth oder des Schulzentrums in Ratheim, wird weiter vorangetrieben. Rund zehn Millionen Euro will die Stadt in den kommenden vier Jahren in die Hand nehmen, um die Schullandschaft auf den neuesten Stand zu bringen.

Um Hückelhoven in den kommenden Jahren noch attraktiver zu machen, soll auf dem Gelände von Schacht 3 unter dem Förderturm eine Veranstaltungsarena gebaut werden. 2500 Zuschauer sollen dort Platz finden, rund drei Millionen Euro macht der Kämmerer dafür locker. Der Bürgermeister unterstrich, dass „die Entwicklung zur Einkaufsstadt Hückelhoven auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird“.

Zentralitätskennziffer

Nicht ohne Stolz nannte Bernd Jansen die Zahl 116,8. Das ist die für Hückelhoven derzeit geltende „Einzelhandelzentralitätskennziffer“. Dass diese Kennziffer über 100 liegt, bedeutet: Der Einzelhandel in der Stadt macht mehr Umsatz als die in Hückelhoven lebenden Menschen ausgeben. „Es fließt also zusätzliche Kaufkraft nach Hückelhoven“, sagte Jansen. Und erinnerte daran, dass in den 1990er Jahren die Zentralitätskennziffer unter 70 lag.

In Hilfarth ist vor kurzem ein Einkaufszentrum eröffnet worden, in Brachelen wird noch vor den Sommerferien ein Netto-Markt aufmachen, und auch in Baal laufen die Verhandlungen über die Ansiedlung für einen Nahversorgungsmarkt in der Ortsmitte ausgesprochen positiv. Hückelhoven brummt.

Das genauso genannte Stadtfest steigt im Jahr 2014 zum zehnten Mal. Der Bürgermeister freut sich schon darauf. Voraussetzung ist natürlich, dass die Wähler Bernd Jansen wieder das Vertrauen schenken: Er stellt sich Ende Mai zur Wiederwahl. Die positiven Werte des Haushaltes für die nächsten zwölf Monate werden ihm sicher nicht schaden.

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