Hückelhoven baut Ü3 Betreuung aus

Von: Helmut Wichlatz
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Hückelhoven. Bis zu 190 Kindergartenplätze könnten in Hückelhoven fehlen. Dies betonte der Erste Beigeordnete Helmut Holländer auf der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses.

Dies betreffe vor allem den Bereich der Ü3-Betreuung. Bei den unter Dreijährigen hatte die Stadt in der Vergangenheit nachgebessert und eine solide Basis geschaffen. Nun müsse auch im Bereich der über Dreijährigen eine ausreichende Anzahl an Plätzen geschaffen werden.

AWO-Kita soll erweitert werden

Dies will die Verwaltung bis Sommer 2016 bewerkstelligt haben. Geplant ist dafür eine Erweiterung der AWO-Einrichtung „Im Rhin“ um eine Gruppe. Diese wird so angelegt, dass das frei stehende Gruppengebäude bei Bedarf erweitert werden kann, hieß es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung. Die Stadt überträgt der vierzügigen Kita für den Bau eine Teilfläche von rund 1500 Quadratmetern des Spielplatzes Angerstraße. Für den Bau werden etwa 400.000 Euro zu Buche schlagen.

Darüber hinaus ist der Neubau einer Einrichtung an der Ratheimer Mühlenstraße geplant. Auf rund 2600 Quadratmetern und mit einem Bauvolumen von rund 1,2 Millionen Euro soll dort eine Kita in Trägerschaft der Lebenshilfe Heinsberg entstehen. Das Engagement der Lebenshilfe vergrößere die Trägervielfalt in Hückelhoven, betonte Holländer.

Möglichkeit zur Frühförderung

Derzeit werde auch diskutiert, ob der Träger eigene Mittel in den Bau investiert, da er an dem Standort gerne Therapiemöglichkeiten im Rahmen der Frühförderung anbieten möchte. Die Kita werde ein besonderes Augenmerk auf die Betreuung von Kindern mit Handicap legen, betonte Holländer. Die Therapieräume können zu einem späteren Zeitpunkt auch für die Einrichtung einer dritten Gruppe an dem Standort Mühlenstraße herangezogen werden.

Investorenmodell

Ursprünglich stand ein Investorenmodell im Raum, das aber verworfen wurde. Angestrebt wird nun, die Maßnahmen mit Bundesmitteln aus einem Fördertopf für Investitionen finanzschwacher Kommunen zu finanzieren. Dies würde bedeuten, dass die Stadt nur zehn Prozent der Kosten selbst aufbringen muss. Mit einer Konsolidierung des Bedarfs durch Rückgang der Kinderzahl ist nach Aussage der Verwaltung ab dem Jahr 2019/2020 zu rechnen.

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