Erkelenz - Hoher Schaden: Bäume am Grüngürtel zerstört und Öl ausgeschüttet

Hoher Schaden: Bäume am Grüngürtel zerstört und Öl ausgeschüttet

Von: hewi
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Mutwillig beschädigt: Aufgrund blinder Zerstörungswut mussten vier Platanen gefällt werden.

Erkelenz. Auf einen Fall mutwilliger Beschädigung wies Stefan Heinrichs vom Baubetriebs- und Grünflächenamt im jüngsten Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaftsförderung und Betriebe hin. Es geht um die vorsätzliche Schädigung von Bäumen auf öffentlichen Grünflächen.

Im Bereich des Grüngürtels Erkelenz-West an der Nikolaus-Otto-Straße und Gottlieb-Daimler-Straße wurden je vier Platanen mit erheblichen Verletzungen gefunden, die klar auf mutwilliges Handeln schließen ließen. Neben den deutlich sichtbaren Gewaltspuren an den Baumstämmen sei vor allem der Geruch nach Diesel oder Altöl aufgefallen, der vom Erdreich rund um die Bäume ausging. Nach der Feststellung der vorsätzlichen Verseuchung des Erdreiches wurde Mitte August ein Bodengutachter hinzugezogen, der die Verunreinigung des Bodens im Wurzelbereich durch Diesel oder Öl bestätigte.

Um eine weitere Ausbreitung des Stoffes im Boden zu verhindern, mussten mehrere Kubikmeter abgetragen und entsorgt werden, berichtete Heinrichs weiter. Die betroffenen Bäume mussten entfernt werden, wodurch ein Schaden von rund 2000 Euro pro Baum entstand. Dazu kämen die Kosten für das Fällen der Bäume und die Entsorgung des Erdreiches, dessen Wiederauffüllung und spätere Neubepflanzung. „Es ist von einem Gesamtschaden von über 10.000 Euro auszugehen“, erklärte Heinrichs. Eine Strafanzeige gegen Unbekannt wurde gestellt, die aber selten zum Erfolg führen würde, erklärte er weiter.

Zur Frage des Ausschussmitgliedes Karl-Heinz Frings, wer denn direkt vom Verschwinden der Bäume profitieren würde, wollten sich weder Heinrichs noch der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen konkret äußern.

Einig war man sich im Ausschuss, dass solche Zerstörungen zu Lasten der Allgemeinheit mit der nötigen Härte geahndet werden müssten. Daher werde die Anzeige auch bei geringen Erfolgsaussichten aufrechterhalten.

Darüber hinaus setzt die Stadt für Informationen, die zur Ergreifung der Schadensverursacher führen, eine Belohnung von 500 Euro aus.

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