Erkelenz-Hetzerath - Hohenbusch: Kein Mangel an Projekten

Hohenbusch: Kein Mangel an Projekten

Von: Helmut Wichlatz
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Gebäude, Wege, Anlagen: Auf Hohenbusch ist stets etwas zu tun. Foto: Wichlatz

Erkelenz-Hetzerath. Vor 15 Jahren nahm der Förderverein Hohenbusch seine Arbeit zum Erhalt der ehemaligen Klosteranlage auf. Mittlerweile hat sich Hohenbusch zu einem Publikumsmagneten entwickelt, der mit immer neuen Veranstaltungen Besucher aus der gesamten Region anzieht.

Auf der Mitgliederversammlung im Klostercafé zog der Vorsitzende Heinz Küppers eine positive Bilanz der vergangenen 15 Jahre und gab einen Ausblick auf anstehende Projekte.

Zu den aktuellen und bevorstehenden Maßnahmen berichtete der Technische Beigeordnete der Stadt Erkelenz, Ansgar Lurweg. Die Pflasterung des Weges zum Herrenhaus ist nach rund vier Wochen abgeschlossen. In Absprache mit der Denkmalpflege wurde ein Großteil des historischen Kieselpflasters neu verlegt. Die ursprüngliche Pflasterung war teilweise abgefahren. Fehlerhafte Stellen waren mit Blaustein ausgebessert worden. Das „Entree zum Herrenhaus“ sei damit wieder in einem passablen Zustand, betonte Lurweg. „Man braucht bei Regen nicht mehr zwischen den Pfützen herumzuspringen“, ergänzte Küppers und vergaß nicht zu erwähnen, dass der Heimatverein die Maßnahme mit 10.000 Euro unterstützt hat.

Eine weitere Maßnahme, die ansteht, betrifft das Herrenhaus selbst, erklärte Lurweg. Der Zahn der Zeit hat an seiner Fassade genagt. Letzte Sanierungsarbeiten seien in den 90er Jahren vorgenommen worden, nun sei es an der Zeit, wieder Hand anzulegen. Denn an den Außenmauern werden Feuchtigkeitsschäden sichtbar, die bis zu zwei Meter hoch reichen. Daher müsse der Putz auch innen entfernt und das Mauerwerk trockengelegt werden, erklärte Lurweg. Das Mauerwerk werde in dieser Zeit innen mit Stoffbahnen abgehängt, da das Herrenhaus ja weiterhin für Hochzeiten und repräsentative Zwecke genutzt werden muss. Die Maßnahme, mit der vielleicht noch in diesem Jahr begonnen wird, kann bis zu zwei Jahre dauern. „Hohenbusch wird uns immer weiter begleiten“, lautete Lurwegs nüchternes Fazit.

Auch der Heuschuppen neben dem Klostercafé soll einer anderen Bestimmung zugeführt werden. Dafür baut der auf Hohenbusch ansässige Reitverein einen neuen Heuschuppen auf Höhe der Pferdeställe an der Außenmauer der Anlage. Schon aus feuertechnischen Gründen war der offene Schuppen an seinem bisherigen Standort und mit Blick auf die regelmäßigen Veranstaltungen ein zu großes Risiko. Zum Electrisize-Festival mussten insgesamt 16 Feuerwehrleute aus Hetzerath Dienst tun, um im Brandfall schnell reagieren zu können, wie Bürgermeister Peter Jansen zu berichten wusste. Die Scheune selbst soll umgebaut und so auch für Veranstaltungen genutzt werden.

Der Förderverein war im Mai 2001 mit 18 Mitgliedern gegründet worden. Seit der Gründung ist Heinz Küppers Vorsitzender des Vereins, der heute mehr als 200 Mitglieder hat. Im Laufe seines Bestehens konnte der Verein rund 283.000 Euro für Hohenbusch sammeln. In der sogenannten Dienstagsgruppe arbeiten Vereinsmitglieder an den Projekten, die anstehen. Im vergangenen Jahr war dies unter anderem die Entwässerung des Hofes und die Schaffung eines Ortes der Erinnerung an der Stelle, wo einmal die Kirche des Klosters stand. Dort ist wieder ein kleiner Glockenturm angebracht, von dem aus mittags um zwölf wieder die Glocke über Hohenbusch erschallt.

Bürgermeister Jansen betonte, dass man bei der Gründung vor 15 Jahren nicht vorhersehen konnte, welche Entwicklung Hohenbusch durch das Zutun des Fördervereins nehmen würde. Dies sei vor allem Heinz Küppers zu verdanken, den er als „Motor des Vereins“ bezeichnete.

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