Hohenbusch ist im Sommer ein großes Atelier

Von: Helmut Wichlatz
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Kunst am „inspirierenden und kreativen Ort“ Hohenbusch: Elke Bürger, hier mit einer jungen Teilnehmerin, bietet mit ihrem Sommerkunsttreff viel Kurse an. Foto: Wichlatz

Erkelenz-Hetzerath. Hohenbusch ist vor allem im Sommer seit Jahren eine Stätte der Kunst. Es wird gemalt, gespachtelt und mit Stein, Filz oder Metall gestaltet. Nachdem die Sommerkunstakademie im Jahr 2013 ihre Pforten schloss, nahm Elke Bürger vom Kunsttreff im vorigen Jahr nach einjähriger Pause das ehemalige Kloster wieder für Sommerkunst in Besitz.

Vom 4. bis 24. Juli können kreative und kunstbegeisterte Amateure aus 31 Kursangeboten auswählen. Die Kursangebote sind zwei- oder dreitägig ausgerichtet und finden jeweils von 10 bis 17 Uhr. Es können aber auch eintägige teilnahmen gebucht werden.

Die Themen mit Dozenten aus ganz Deutschland decken eine Vielfalt an Techniken und künstlerischen Ausdrucksformen ab. Ein Klassiker bei den Hobbykünstlern ist natürlich Malerei in Aquarell und Öl sowie Spachteltechnik, Zeichnungen und die Grundlagen des Farbmischens. Doch auch Aktfotografie, Filzen von 3D-Bildern, Töpfern sowie das Anfertigen von Stelen-, Beton- und Speckstein-Skulpturen und die Kreation von Mosaiken oder Schmuck aus Silber gehören zum Angebot des Kunsttreffs.

Das Angebot richte sich auch an Einsteiger, die erst einmal ausprobieren möchten, was zu ihnen passt, erläutert die Künstlerin. „Die Teilnehmer sollen sich selbst erfahren und ihr Spektrum erweitern können“, beschreibt sie die Intention des Sommerkunst-Angebotes. In der Region hat sich Elke Bürger nicht nur unter Kunstfreunden mit ihrem offenen Atelier „Kunsttreff“ an der Ostpromenade einen Namen gemacht. Jedes Jahr bereichern sie und ihre Ateliergäste unter anderem den Erkelenzer Fahrradfrühling mit kunstvoll gestalteten Drahteseln, die sonst längst auf dem Sperrmüll gelandet wären. Denn Kunst hat viele Facetten und Ausdrucksformen, weiß sie.

Das Besondere am Sommerkunsttreff in dem historischen Gemäuer mit wechselhafter Geschichte liegt im Ort selbst. „Hohenbusch ist ein sehr inspirierender und kreativer Ort“, erklärt sie. „Das Laienbrüderhaus eignet sich ideal als Atelier, in dem Platz für kreative Ideen ist.“ Viele Teilnehmer der Workshops lassen sich auch vom Gelände und der umgebenden Natur inspirieren und schätzen gerade die Möglichkeit der ruhigen Einkehr. „Man kann sich zurückziehen und auf sich selbst konzentrieren und trotzdem Teil des Workshops sein“, umreißt sie den Charme des kreativen Ortes. Und dem erliegen immer mehr Hobbykünstler. Das Angebot eigne sich für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen, sagt Bürger. Traditionell seien aber die Frauen in den Kursen in der Mehrzahl.

Bürger selbst wird sich in diesem Jahr beim Sommerkunsttreff unter anderem Acrylmalerei mit Anfängern widmen. Die Teilnehmer lernen den „richtigen“ Umgang mit Farben, Pinsel und Spachtel. Wenn das Handwerkszeug beherrscht wird, macht die Kunst mehr Spaß. „Die meisten Kurse sind gleichermaßen für Anfänger und Fortgeschrittene zugänglich“, betont Bürger. „Wichtig war mir bei der Auswahl vor allem, dass die Dozenten gut mit Menschen umgehen können.“

Zu den Dozenten gehört auch Renate Remy aus Würselen, die eine von ihr entwickelte Technik lehrt, bei der Aquarell und Druck kombiniert werden. Neu mit an Bord ist sind auch Erika van de Sandt aus Krefeld, die Öl- und Acrylmalerei in Spachteltechnik anbietet, und Andrea Fischer mit ihren Töpferkursen.

Ein weiteres Angebot macht den Sommerkunsttreff besonders: Unter den Stichworten „Abstrakt und großformatig“ wird die Möglichkeit geschaffen, auch Bilder zu malen, die wegen ihres Formats auf keine Staffelei passen. „Think big“ ist auf Hohenbusch also kein Problem.

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