Heinsberg - Hörmobil testet die Ohren der Heinsberger

Hörmobil testet die Ohren der Heinsberger

Von: Dettmar Fischer
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Hörgeräteakustikerin Janina Herbst (r.) führte im Hörmobil der Fördergemeinschaft „Gutes Hören“ Hörtests durch. Auf dem Heinsberger Markt war das Fahrzeug stationiert. Foto: defi

Heinsberg. „Für den Hörtest ist es nie zu früh“ – dieser Aufforderung der Fördergemeinschaft „Gutes Hören“ folgten viele Heinsberger und besuchten das Hörmobil der Fördergemeinschaft, das im Rahmen seiner Hörtour Station auf dem Heinsberger Marktplatz machte.

Hörtests und Prävention standen im Mittelpunkt dieser Aktion, an der als Mitglied der Fördergemeinschaft „Gutes Hören“ Augenoptik und Hörgeräteakustik Jaegers aus Heinsberg beteiligt war. Deren Mitarbeiterinnen Julia Schöbben und Janina Herbst nahmen die kostenlosen Hörtests vor und werteten die erstellte Hörkurven der Besucher des Hörmobils aus.

Julia Schöbben: „Wir freuen uns über den sehr guten Besuch am heutigen Tag. Wir werden dieses Angebot sicherlich im nächsten Jahr wiederholen.“

Viele Besucher hatten beim Fernsehen festgestellt, dass der Ton immer schlechter zu verstehen und den Gesprächen in Gesellschaft immer schwieriger zu folgen war.

Hörminderungen sind weiter verbreitet als vielfach angenommen. Auch jüngere Besucher ließen sich im Hörmobil beraten. Lärm am Arbeitsplatz etwa kann auch in jungen Jahren bereits zu Hörproblemen führen. „Nach Möglichkeiten des Gehörschutzes bei Lärmarbeitsplätzen wurden wir mehrfach gefragt“, so Julia Schöbben.

Beim Test im Hörmobil wurde das Hörvermögen in Tiefen und Höhen ermittelt und in einem Hörpass der aktuelle Stand des Hörvermögens festgehalten. Bei der Hörtour 2014 der Fördergemeinschaft „Gutes Hören“ wurden bundesweit 27.000 Hörtests vorgenommen. Bei zehn Prozent der Jugendlichen unter 20 Jahren wurden bereits leichte bis mittlere Hörminderungen festgestellt. Bei den Erwachsenen im Alter von 21 bis 40 Jahren waren es 25 Prozent, deren Hörvermögen eingeschränkt war.

Mit zunehmendem Lebensalter setzt sich diese Tendenz fort. In der Altersgruppe der 41- bis 60-Jährigen nimmt der Anteil der Hörminderungen deutlich auf 57 Prozent zu. Mit über sechzig Jahren sind 83 Prozent von Einschränkungen des Gehörs betroffen. Frühzeitig Hörminderungen zu erkennen und mit Hilfe moderner Hörakustik effektiv auszugleichen, so dass die gewohnte Lebensqualität der Betroffenen erhalten bleibt, ist ein Ziel der Fördergemeinschaft „Gutes Hören“.

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