Hörbuch-Projekt: Erkelenz hat Hauptrolle

Von: hewi
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Sammeln Geschichten mit Bezug zu Erkelenz: René Wagner, Kurt Lehm-kuhl und Christopher Viehausen (v.l.). Foto: Wichlatz

Erkelenz. „Das alte Rathaus könnte viel erzählen“, heißt es in einem ebenfalls schon alten Erkelenzer Karnevalsschlager. Buchhändler Christopher Viehausen und seine beiden Mitstreiter, der Autor Kurt Lehmkuhl und der Audioproduzent René Wagner, wollen diese Geschichten haben.

Unter dem Arbeitstitel „Neulich in Erkelenz“ sollen Geschichten von „mittendrin und drum herum“ vertont werden. Einzige Bedingung: Sie müssen in Erkelenz spielen.

„Dabei sind die Geschichten weder an ein Genre noch an eine Epoche gebunden“, betont der Krimiautor Lehmkuhl. Die Geschichten werden dann professionell eingelesen und zu einem Hörbuch zusammengestellt, das bei Viehausen für zehn Euro erhältlich sein soll. Und weil die Geschichten aus Erkelenz stammen, soll der Erlös aus ihrem Verkauf auch in Erkelenz bleiben. Die drei Initiatoren werden die Einnahmen für einen guten Zweck spenden.

Mit der Idee allein ist es nicht getan. Deshalb sind die Erkelenzer aufgerufen, ihre Geschichten aus oder über Erkelenz zum Besten zu geben. Oder aus einer seiner über 40 Ortschaften. Das Hörbuch wird unter professionellen Bedingungen im Sound Cut Studio aufgenommen, wobei René Wagner die Regie führt.

Gelesen werden sollen die Geschichten von Erkelenzer „Promis“, wobei noch nicht verraten werden soll, wer auf der Wunschliste der drei Literaturfreunde steht. „Auf jeden Fall muss natürlich die Stimme zur Geschichte passen“, weiß Wagner, der selbst nicht nur Hörbücher produziert, sondern auch spricht.

„Das Lesen mit den Ohren ist anders als mit den Augen“, erklärt er. Hörbücher sind beliebt. Allein im vorigen Jahr wurden 14 Millionen in Deutschland abgesetzt, und die Nachfrage steigt. Eine „klassische Hörsituation“ sei zum Beispiel die längere Autofahrt.

Im Herbst fertig

Mit den kreisweit angelegten „Selfkant“-Taschenbüchern hat Lehm-kuhl schon Erfahrungen gesammelt. Ein Hörbuch-Projekt hat es bislang aber noch nicht gegeben. Die ausgewählten Geschichten werden natürlich lektoriert und für den Hörgenuss aufbereitet.

Wenn alles klappt, soll das Hörbuch im Herbst erscheinen und pünktlich zum Weihnachtsgeschäft vorliegen. Die drei Initiatoren sind nun gespannt, wer alles außer dem Alten Rathaus viel erzählen könnte und es auch tut.

Der Spielraum ist jedoch begrenzt. 5000 bis 6000 Zeichen sollte der Text höchstens lang sein. Auch aus seiner Zeit als Journalist weiß Lehmkuhl zu berichten, dass es eine interessantere Herausforderung ist, sich kurz zu fassen und den Leser oder Zuhörer trotzdem zu fesseln.

Die Geschichten können ab sofort eingereicht werden.

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