Höhner: Premiere in der Aula auch 2014

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:
6701458.jpg
Bunt, imposant, rockig und treffsicher: Die Höhner legten vor herrlicher Kulisse in der Hückelhovener Aula einen prima Tourstart hin. Die Zuhörer waren begeistert. Foto: Passage

Hückelhoven. Sie hatten sich feingemacht! Wirklich! Die Höhner! Das stand die kölsche Kultband doch tatsächlich in schwarzer Gala-Uniform vor imposanter weihnachtlicher Kulisse in der ausverkauften Aula in Hückelhoven. Was aber durchaus dem Anlass entsprach, immerhin war der Auftritt die Premiere der „Weihnachts-Tour“ – und auch die Tour feierte Premiere.

Sie findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt. Grund genug für die Höhner, musikalisch darüber nachzudenken, dass es „keine zweite Chance für das erste Mal gibt“ und an das Fest in Kindheitstagen mit „Weihnachtsphantasie“ zu erinnern. Da ist dann auch mal eine Gala-Uniform angemessen.

Gewohnt locker und publikumswirksam verpackten die Kölner die Werte des Lebens in „ne besondere Kalender“, einen Adventskalender voller Fantasie, Verständnis, Hoffnung und Menschlichkeit. Er bot den Auftakt in eine völlig neue Weihnachtsgedankenwelt fern ab vom üblichen Zuckerguss-Weihnachtsfest. Mit unerschütterlichem Humor, treffsicheren Texten und rockigen Melodien reihten sie ihre Weihnachtsperlen aneinander und bewiesen, dass Weihnacht bei den Höhnern genauso ist wie bei ihrem Publikum.

Bühne und Publikum gerockt

Sie sangen vom Geschenkestress – denn „Weihnachten kommt immer so plötzlich“, beschworen den Frieden in vier Sprachen, wohlwissend, dass „Frieden beim Frühstück anfängt“, beleuchteten die Weihnachtsgeschichte in der Gegenwart unter dem „Neonlicht vom New World Hotel“ und versicherten glaubhaft: „Am Heiligen Abend bin ich daheim“.

Herzerfrischend komisch wurde der Weihnachtsbaum „Modell Willi“ mit einem „Schabäuche“ geschmückt – Mariacron lässt grüßen. Weihnachts-Klassiker wie White Christmas, Jinglebells Rock und Last Christmas rockten die Bühne und das Publikum.

Weil zu Weihnachten auch Überraschungen gehören, überraschten die Höhner mit ihrer Version von „He ain‘t heavy, he‘s my brother“ von den Hollies. „Das ist ein Geschenk, das wir uns selber gemacht haben“, erklärte Henning Krautmacher nach dem begeisterten Applaus. Ein Bob-Dylan-Medley und eine Reminiszenz an Albert Hammond („En echte kölsche Band“) rundeten die Überraschungen ab.

Henning Krautmacher, Hannes Schöner, Janus Fröhlich, Peter Werner, John Parsons und Jens Streifling wurden in der Aula aufgenommen wie alte Bekannte. „Echte Fründe“ eben, die mit „Schön, dass du da bist“ begrüßt wurden. Mühelos wurde das Publikum zum Mitsingen animiert, die Aula zum „Gürzenich von Hückelhoven“ umfunktioniert, Publikum und Band waren „himmelhoch high in et Levve verknallt“.

Ganz nah am Menschen

Weihnachten wie es sein soll: voller Hoffnung, voller Lebensfreude, ganz nah am Menschen. Entsprechend begeistert wurde die Ankündigung aufgenommen, dass die Band ihre nächstjährige Weihnachtstour ebenfalls in Hückelhoven beginnen wird.

Wenn die alte Legende aus Kindheitstagen stimmt, dass diejenigen die besten Geschenke auspacken, die vorher schön gesungen haben, dann sind die Höhner und ihr Hückelhovener Publikum ganz bestimmt auf der sicheren Seite.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert