Hochstraße: Zu oft zu schnell

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Heinsberg. Auf der Hochstraße in der Heinsberger Innenstadt fahren viele Autos zu schnell. Die Polizei in Heinsberg teilte am Dienstag mit, dass sie dort „in der Vergangenheit zahlreiche Verkehrsverstöße“ festgestellt habe.

„In Gesprächen bei der Ahndung dieser Verstöße bemerkten die Polizisten, dass viele Fahrzeugführer die Regelungen in verkehrsberuhigten Bereichen nicht kennen und auch mit der Geschwindigkeitsregelung nicht vertraut sind“, sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken.

Auch Anwohner der Hochstraße meldeten sich bei der Polizei und gaben an, dass viele Autofahrer dort zu schnell unterwegs wären. Deshalb kontrollierte die Polizei zuletzt am Dienstag zwischen 7.30 und 9 Uhr, welches Tempo auf der Hochstraße gefahren wird. Dabei seien sieben Fahrzeugführer zu schnell unterwegs gewesen und mussten ein Verwarngeld zahlen. „Vor allem aber erklärten die Beamten den Autofahrern und Fahrradfahrern die Bedeutung des Verkehrszeichens 325“, das für den verkehrsberuhigten Bereich stehe, sagte Frenken.

Dort sei nur mit Schrittgeschwindigkeit erlaubt. „In der Rechtsprechung hat sich bei der Schrittgeschwindigkeit eine Geschwindigkeit zwischen vier und sieben Kilometer pro Stunde verfestigt. Werden Fahrzeuge nach Abzug einer gesetzlich vorgeschriebenen Messtoleranz mit mehr als zehn Kilometern pro Stunde gemessen, ist im Regelfall ein Verwarnungsgeld fällig“, sagte Frenken.

Die Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit dürften Polizeibeamte auch ohne Nutzung technischer Verfahren feststellen. „Bemerkt also ein Polizeibeamter, dass ein Verkehrsteilnehmer die Schrittgeschwindigkeit augenscheinlich deutlich überschritten hat, kann er den Verstoß auch ohne Messung mit einem technischen Gerät, zum Beispiel Laser- oder Radargerät, mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro ahnden“, sagte Frenken.

Außerdem gelte laut Polizei in verkehrsberuhigten Bereichen unter anderem folgendes: Fußgänger dürfen die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen. Kinderspiele sind überall erlaubt. Der Fahrzeugverkehr muss Schrittgeschwindigkeit (vier bis sieben Stundenkilometer) einhalten. Die Fahrzeugführer dürfen Fußgänger weder gefährden noch behindern; wenn nötig müssen sie warten. Auch Fahrradfahrer müssen sich an die Schrittgeschwindigkeit halten.

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