Heinsberg - Hobbykünstlermarkt: Starker Beitrag zum kulturellen Leben

Hobbykünstlermarkt: Starker Beitrag zum kulturellen Leben

Von: Johannes Bindels
Letzte Aktualisierung:
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Eine erfahrene Expertin: Elfriede Stübner an ihrem Puppenstand. Foto: Johannes Bindels

Heinsberg. Wenn das Foyer und die Halle in der Begegnungsstätte in Heinsberg mit Ständen von Bildern, Patchwork, Puppen, Strick- und Hakelarbeiten sowie Skulpturen aus Ton und Porzellanmalerei gefüllt sind, dann ist wieder Hobbykünstlermarkt in Heinsberg.

Zur 27. Ausstellung der Hobbykünstler hatte die Kulturgemeinde der Stadt Heinsberg eingeladen. An zwei Tagen präsentierten die Teilnehmer ihre Objekte einer breiten Öffentlichkeit. Dass einige Teilnehmer schon von Anfang an dabei waren, zeigt die Verbundenheit mit der traditionsreichen Veranstaltung der Stadt.

„Hobbykünstler leisten ihren Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt Heinsberg“, wertschätzte Dezernent Jakob Gerards als Vertreter der Stadt Heinsberg bei der Eröffnung der Ausstellung die Leistung der Hobbykünstler. Die Arbeiten seien auch Teil der eigenen Identität und er empfinde Freude darüber, an dieser Identität teilhaben zu dürfen, umriss Gerards die Bandbreite der Bedeutung dieser Ausstellung.

Eine der ältesten Teilnehmerinnen ist Maria Hörter, 85, die schon bei der ersten Ausstellung dabei war. „Das war am Anfang eine familiäre Veranstaltung“, ruft sie sich in Erinnerung. Dabei seien Freundschaften zwischen den Teilnehmern erwachsen. Vor allem, weil in den ganz frühen Jahren die Ausstellung in der Realschule Heinsberg mehr als eine Woche lang gedauert hatte.

Da habe man sich gegenseitig geholfen. „Zwar alt und krank, aber immer noch emsig“, formuliert sie ihre Motivation zum Mitmachen. Dieses Motto gebe sie auch in ihrer Wohnstätte bei der AWO weiter. Freitags werde in der Gruppe „Edelgard“, einer Strick – und Häkelgruppe, das produziert, was nun an ihrem Stand zu sehen sei.

Eine weitere Teilnehmerin, die seit den Anfängen mitmacht, ist Elfriede Stübner mit ihrem Puppenstand. Früher hatte sie das Hobby mit ihrem kürzlich gestorbenen Mann ausgeübt, der auch die „Puppenklinik“ leitete. Heute konzentriert sie sich nur noch auf die Ausstattung und Altersbestimmung von Puppen.

Zelluloidpuppen der Firma Schildkröt hat sie mitgebracht. Die Porzellanpuppen hat sie in ihrem kleinen Museum gelassen, welches sie jederzeit auf Anfrage öffnet und für Besucher eine Besichtigung ermöglicht.

Als Dritte im Bunde der langjährigen Teilnehmer zeigt Luzie Küppers-Buck ihre Tonskulpturen, aufwendig, humorvoll hintergründig gestaltet. Wer sich auf ein Gespräch mit ihr einlässt, der erfährt viel über die Technik des Brennens und Glasierens. Ein paar Bücher geben ihre Arbeiten in einer Überschau wieder.

Insgesamt 26 Aussteller nahmen an der diesjährigen Ausstellung teil. Was sich in den Anfangsjahren noch auf die in der Stadt Heinsberg lebenden Hobbykünstler beschränkte, erfuhr in den vergangenen Jahren eine Ausweitung auf die gesamte Region.

So konnten sich die Besucher von der Malerei in Öl, Acryl oder auf Seide, über Patchwork, Strick- und Häkelhandwerk bis zu Schmuck und Keramikarbeiten an interessanten Arbeiten erfreuen, ins Gespräch kommen und Arbeiten erwerben.

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