Historischer Verein bietet tiefen Blick in Wegbergs Geschichte

Von: Monika Baltes
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Blick von oben: In der Wegberger Mühle präsentiert der historische Verein seine Arbeit. Foto: mb
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Günter Kaisers zeigt aufwendig gestaltete Ahnentafeln. Foto: mb

Wegberg. Die Tür der Wegberger Mühle stand weit offen, schließlich hatte der Historische Verein anlässlich des 25-jährigen Vereinsbestehens zum Tag der offenen Tür eingeladen. Alle Arbeitsgruppen des Vereins präsentierten sich mit ihren Arbeiten. Reich bestückt waren die Informationsstände im Erdgeschoss.

Fast 5000 Bilder und 2400 Dias hat die Arbeitsgruppe Foto-Archiv archiviert. Ein kleiner Teil davon wurde dem Publikum zugänglich gemacht. Interessante Fundstücke aus Wegberg und Umgebung präsentierten die Archäologen. Alte und neue Postkarten aus Wegberg und den umliegenden Ortschaften waren zu bewundern, die neuen auch käuflich zu erwerben.

Aufwendige Recherchen

Im Vereinsraum im ersten Stock warteten die Ahnenforscher auf Interessierte. Beeindruckende Stammbäume gaben einen Hauch von Ahnung, wie viel Arbeit in so einem Werk stecken mag. Günter Kaisers und seine Kollegen helfen gerne, die richtigen Archive und Quellen zu finden und geben Hinweise für die eigene Forschung. Seinen eigenen Stammbaum hat er sogar bis in die Zeit Karls des Großen zurückverfolgt. „Ahnenforscher“, sagt er und lachte, „sind oft im Rentenalter. Dann hat man die Muße für die zeitaufwendigen Recherchen.“

Die moderne Technik ist ein Segen für alle, die nach ihren Wurzeln suchen. Register und Kirchenbücher sind oft online einzusehen. Aber auch Totenzettel geben wertvolle Hinweise, um die Fäden in die Vergangenheit zurückzuverfolgen. Immer am letzten Montag im Monat um 19 Uhr treffen sich die Ahnenforscher in der Wegberger Mühle. Gäste sind herzlich willkommen. Ein wachsames Auge auf die Schätze der Bibliothek hatte Anita Ullmann.

4500 Bücher aus den Bereichen Archäologie und Geschichte sowie ortshistorische und regionale Schriften präsentiert der Verein auf der Empore der Wegberger Mühle. „Wir haben ein festes Stammpublikum, das immer wieder mal reinschaut“, erzählte sie. Hin und wieder seien auch Schüler zu Gast, die nach Material für eine Arbeit suchen, manchmal ganz Schulklassen. „Aber wir würden uns über mehr Publikum freuen.“ Jeden Mittwoch ist die Bibliothek von 16:30 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.

Ein interessantes Programm hatte der Verein für seine Besucher zusammengestellt. Verschiedene Bildschirmpräsentationen boten Einblick in die ehrenamtliche Arbeit des Vereins. Filmvorführungen entführten an die Schwalm und auf den Grenzlandring. Unterhaltsam wurde es bei den Beiträgen der Aktiven aus der „Berker Klängerstu’ef“, dem wohl bekanntesten Sprössling des Historischen Vereins. Jeden zweiten Donnerstag im Monat treffen sich die Freunde der Klängerstu‘ef, um zu erzählen, in Erinnerungen zu schwelgen, herzhaft zu lachen und das Wichtigste: „Do kalle werr Platt.“ Auch hier sind neue Gäste immer gern gesehen. Abschluss und zugleich Höhepunkt des Tages der offenen Tür war der Vortrag „Kirchenbücher im Wandel der Zeit“ von Pfarrer i.R. Horst Straßburger aus Mönchengladbach.

Ein vollständiges Bild der Arbeit des historischen Vereins zeichnete der Tag der offenen Tür, dem man sicherlich etwas mehr Publikum gewünscht hätte.

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