Historische Gaslaterne: Eine leuchtende Verbindung zur Hauptstadt

Von: Anna Petra Thomas
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Gaslaterne
Die historische Berliner Gaslaterne vor dem Begas-Haus... Foto: Anna Petra Thomas
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... erfreut Museumsleiterin Rita Müllejans-Dickmann, Hans-Gerd Bräkling, Jakob Wöllenweber und Eduard Sudheimer von Alliander sowie den Ersten Beigeordneten Jakob Gerards und Bürgermeister Wolfgang Dieder (von links). Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Eine „leuchtende Verbindung zwischen Heinsberg und Berlin“ ist für Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder die historische Gaslaterne aus Berlin, die er vor dem Heinsberger Begas-Haus zusammen mit Jakob Wöllenweber, Vorstand der Alliander Netz Heinsberg AG, offiziell in Betrieb genommen hat.

Damit symbolisiert die Laterne die Achse Heinsberg-Berlin gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen werden im von ihr beleuchteten Begas-Haus künftig die Werke von Carl Josef Begas zu sehen sein, der 1794 in Heinsberg geboren wurde und ab 1825 als Professor der Akademie und königlich-preußischer Hofmaler in Berlin arbeitete. Zum anderen steht sie für das von Wöllenweber geleitete Unternehmen, das in Heinsberg und in Berlin Standorte hat.

Die Gaslaternen, von den eine jetzt vor dem Begas-Haus leuchtet, wurden Ende des 19. Jahrhunderts von den Städtischen Gaswerken Berlins entwickelt. Ihre klassizistischen Zierelemente und die gusseisernen Palmetten am Dachrand erinnern an den Baustil Alt-Berlins zu Zeiten des Architekten Karl Friedrich Schinkel, was ihnen den Namen „Schinkel-Laternen“ einbrachte. Weltberühmt wurden sie schließlich durch das Lied „Lili Marleen“, denn eine dieser Laternen stand auch vor der Kaserne der Gardefüsiliere in der Berliner Chausseestraße.

Eine dieser Laternen holte Wöllenweber jetzt nach Heinsberg. Sie stammt aus Privatbesitz, wurde professionell restauriert und mit einem neuen Fuß ausgestattet. Ihre Inbetriebnahme nahm der Alliander-Vorstand zum Anlass, auch zum Thema Gasnetz in Heinsberg zu informieren, dessen Betreiber das Unternehmen seit dem 1. Januar ist. In diesem Zusammenhang bedankte sich Wöllenweber ausdrücklich für die „geräuschlose Übernahme“ von dem bisher für das Gasnetz zuständigen Betreiber. Bis Ende 2015 sollen alle Stadtteile an das Netz angebunden sein, auch die bisher noch nicht angeschlossenen Orte Karken, Porselen, Horst, Uetterath, Straeten, Scheifendahl, Aphoven, Laffeld, Schleiden, Erpen und Pütt.

In Bezug auf die weitere Verdichtung in den Orten wird Alliander ab dem zweiten Quartal eine Umfrage starten, um den Bedarf zu ermitteln. Der Anschluss ist kostenfrei. Zudem habe sein Unternehmen die Netzentgelte gesenkt, so Wöllenweber weiter. Ein durchschnittlicher Haushalt könne so bei einem Jahresverbrauch von 20000 Kilowattstunden 80 Euro pro Jahr sparen, ein Gewerbekunde mit einem Jahresverbrauch von zwei Millionen Kilowattstunden und einer Leistung von 400 KW rund 2600 Euro. Da Alliander die Netznutzung direkt mit den Gaslieferanten verrechne, sei es jedoch Sache des Gaslieferanten, diesen Vorteil an die Endkunden weiterzugeben, betonte er.

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