Historische Führung mit Anekdoten und Leckereien

Von: anna
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Auch am Portal von St. Gangolf weiß Helmut Hawinkels viel zu erzählen über die Geschichte von Heinsberg. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. „Heinsberg ge(h)nießen“ heißt eine neue Führung, bei der Stadtführer Helmut Hawinkels seine historischen Berichte für seine Zuhörer jetzt mit kulinarischen Köstlichkeiten verbindet. In einer Art Vorpremiere begab er sich unter anderem mit Vertretern von Stadt und Raiffeisenbank auf diesen neuen Weg.

Ihren Startpunkt hat die neue Tour an der 1998 in der Fußgängerzone errichteten Karnevalssäule. Dort erfahren die Teilnehmer, warum Kaiser Sigismund Johann II. von Heinsberg zum „Spaß- und Fatzvogel“ des heiligen römischen Reichs ernannte. Hawinkels erzählt von der um 1300 erbauten Stadtmühle und von der sogenannten jungen Wurm, die einst durch die Kreisstadt floss, und steuert dann die erste Station in der Fußgängerzone an, zwischen Geschenkhaus Schweitzer, Schuhhaus Düttmann und dem Feinkosthaus „Lebegut“.

Bei einem Snack erzählt Geschenkhaus-Inhaber Rolf Esser unter anderem von dem bereits 1880 gegründeten Unternehmen und von der Schirmnäherin Anna Schweitzer, die dank der Entwicklung der Kunstseide in Oberbruch erste Schirme aus Kunstseide nähte, die schnell die mit Wachs beschichteten Baumwollschirme ersetzen sollten.

Weiter führt der Weg zur früheren Kirche der reformierten Gemeinde, die sich trotz der vielen katholischen Kirchen in Heinsberg im Laufe des 16. Jahrhunderts gebildet hatte. Hawinkels zeigt den Teilnehmern der Führung das kleine goldene Kreuz auf der Fassade des heutigen Teppichhauses, das noch an die Kirche erinnert. Und sie erfahren auch, warum Heinsberg zu den Städten zählt, in denen die Ökumene schon ganz früh ihre Wurzeln schlug. Im Restaurant „KonVinum“, nur wenige Schritte weiter, steht dann die Vorspeise auf dem Programm.

Auf dem Weg zur Hauptspeise im Restaurant „Sto Hani“ geht es vorbei am ehemaligen Wohnhaus der Familie Begas. Hawinkels berichtet dabei über den in Heinsberg geborenen und in Berlin zu internationalem Ruhm gelangten königlich-preußischen Hofmaler und Akademieprofessor Carl Joseph Begas und empfiehlt zur Vertiefung natürlich einen Besuch im Begas Haus.

Nach dem Essen führt der Weg weiter auf den Kirchberg, wo Hawinkels mit seinen Gästen anhand der zahlreichen Figuren auf dem Portal von St. Gangolf weiter in die Heinsberger Geschichte eintaucht. Vorbei am Himmelsgärtchen geht es dann durch die Kasematten direkt zur letzten Station, zum Restaurant „Vinoteca“, wo die ungewöhnliche Führung mit dem Dessert ausklingt.

Alle Speisen werden mit Getränken gereicht. Karten für die kulinarische Führung sind zum Preis von 29,50 Euro im Rathaus erhältlich.

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