Hilfswerk unterstützt behinderte Männer und Frauen in Indien

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Heinsberg-Horst. Sie wollen nicht nur Geld spenden, sondern auch sehen, was mit dem Geld geschieht: Deshalb reisten jetzt Vorstandsmitglieder des Indien-Hilfswerks (IHW) nach Indien und besuchten die von ihnen unterstützten Projekte.

Knapp drei Wochen waren Heribert Kamps und Godelieve Aben-Verheggen unterwegs. Zuerst besuchten sie das Projekt Life Help Centre for Child Care in Srinagar/Kashmir, das vor einem halben Jahr durch eine Flut sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Im November läuft der Mietvertrag für die Schule und die Wohnmöglichkeiten für die behinderten Kinder aus. Eine neue Unterkunft wird gesucht. Gleichzeitig möchte der IHW gemeinsam mit dem Projektpartner ein lokales Gremium bilden, das bereit ist, Verantwortung für die Schule zu übernehmen und zusammen mit dem Indien-Hilfswerk für die Kosten des Projekts aufzukommen. „Es ist eine Freude zu sehen, wie die behinderten Kinder mit den Lehrern, Therapeuten und Betreuern eine Gemeinschaft bilden, in der sich alle wohlfühlen“, sagt Heribert Kamps, es wäre schade, wenn es nicht fortgeführt werden könnte.

Von Srinagar führte die Reise weiter in die Stadt Satara, wo Pater Thomas im ländlichen Ashagram (Dorf der Hoffnung) ein Selbsthilfeprojekt mit 54 jungen behinderten Männern leitet. Der Tagesablauf mit Messfeier, Yoga-Übungen, hauswirtschaftlichen Tätigkeiten beziehungsweise Arbeiten auf dem Feld und in den Viehställen sorgt für eine gute Tagesstruktur, die die jungen Männer gerne annehmen.

Das Indien-Hilfswerk hat außerdem den Bau eines Frauenhauses mitfinanziert, das im Sommer bezugsfertig sein soll. Hier sollen 20 junge Frauen mit Behinderungen in einer kleinen Bäckerei und einem Laden eine Beschäftigungsmöglichkeit erhalten. Godelieve Aben-Verheggen ist begeistert von Pater Thomas‘ Engagement: „Er wird nicht müde, nach neuen, machbaren Beschäftigungsmöglichkeiten für die Behinderten zu suchen, das zeichnet sein Projekt besonders aus.“

Schließlich statteten die Vorstandsmitglieder noch einen Besuch bei Schwester Regina ab, frühere Chirurgin des Navjeevan Hospitals, das vom IHW beim Bau und der Ausstattung des Krankenhauses finanziell unterstützt wurde. Hier werden vor allem die Teepflücker behandelt, die als Tagelöhner durch das soziale Netz fallen.

Wer mehr über das Indien-Hilfswerk erfahren möchte, ist eingeladen zur Mitgliederversammlung am Donnerstag, 19.30 Uhr, in der Werkstatt für Behinderte, Richard-Wagner-Straße 5, in Oberbruch.

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