Hilfe für Kinder durch neue „Interdisziplinäre Frühförderstelle“

Von: jb
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Daniela Bercke, Andreas Wagner, Christina Kefalides, Gerd Pint, Ulla Sevenich-Mattar, Dr. Peter Gerhards und Peter Zylstra informieren über die geplante IFF in Wegberg. Foto: Johannes Bindels

Wegberg. Der Kreisverband Heinsberg der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Heinsberg plant im Wegberger Stadtzentrum die Eröffnung einer neuen „Interdisziplinäre Frühförderstelle“ (IFF). Die hilfreiche Einrichtung soll die Wegberger Bevölkerung ortsnah im Laufe des Jahres zur Verfügung stehen soll.

Es wäre die dritte Einrichtung im Kreis Heinsberg, in der Ärzte, Sprach- und Bewegungstherapeuten sowie Heipädagogen im Netzwerk Hilfen für Kinder anbieten, die in ihrer körperlichen, geistigen, sprachlichen, emotionalen und sozialen Entwicklung auffällig sind.

„Wir vermitteln Hilfen für Kinder ab der Geburt bis zum Schuleintritt und unterstützen ihre Eltern bei festgestellter, notwendiger Frühförderung“ erläuterte Ulla Sevenich-Mattar, zuständige Fachbereichsleiterin der Awo-Kinder- und Jugendhilfe. „Als Träger arbeiten wir in einem Netzwerk mit Psychologen, Bewegungstherapeuten, Logopäden, Ärzten und Heilpädagogen zusammen, um Eltern und ihren Kindern zentral in einer Stelle gebündelt die notwendigen Hilfen zukommen zu lassen“.

Schwerpunkt der Awo-IFF in Wegberg sei neben den medizinisch therapeutischen Maßnahmen der heilpädagogische Ansatz. Dies bedeute, dass besonders Augenmerk auf die Kinder gelegt werde, deren Entwicklung unter erschwerten Bedingungen verlaufe, wie die Heilpädagogin Daniela Bercke ergänzte. Sie ist als Leiterin der Einrichtung vorgesehen. Auch die geplante neue IFF der Awo arbeitet wie andere IFF-Einrichtungen im Land nach folgendem Verfahren: stellt ein Kinderarzt eine Auffälligkeit oder Behinderung fest, weil ein Kleinkind sich nicht altersgemäß entwickelt, so verordnet er eine Überweisung an die interdisziplinäre Frühförderstelle. Wird der Förderbedarf etwa durch Sprachhilfen oder Bewegungstherapie festgestellt, wird mit Hilfe der IFF ein Antrag an das zuständige Kreis-Sozialamt und die AOK zur Übernahme der Kosten für die begleitenden Hilfen gestellt. Nach der Genehmigung durch die Kostenträger erhalten Kind und Eltern dann die fallbezogenen übergreifenden therapeutischen Hilfen. Zum Team der Fachkräfte gehören neben Daniela Bercke, Christina Kefalides als Psychologin, Peter Zylstra für den Physio-Ergo-Logopädie-Bereich und der Kinderarzt Dr. Peter Gerhards für die medizinische Diagnostik.

„Wir haben sorgfältig die Bedarfssituation analysiert und uns als Träger für den Standort Wegberg entschieden, weil wir hier mit weiteren Einrichtungen wie der Integrativen Kindertagesstätte und im Bereich der offenen Ganztagsgrundschulen engagiert sind“, erklärte Andreas Wagner als Geschäftsführer der Awo Heinsberg.

„Wir schätzen die Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt als Träger der neu geplanten IFF-Einrichtung, auch als weiterer Baustein der schon bestehenden integrativen Einrichtungen, die wir als Stadt im Rahmen der Inklusionsfragen als hilfreich und entlastend einschätzen,“ betonte Gerd Pint, Fachbereichsleiter Bildung und Soziales bei der Stadt Wegberg. Die Awo-IFF soll in Räumen der Physiotherapeutischen Praxis von Zylstra in Wegberg eingerichtet werden, die durch die AWO angemietet werden sollen. Die zentrale Lage, die räumliche Nähe des Kinderarztes und die Infrastruktur der Therapeutischen Praxis böten sich für die fachübergreifende Zusammenarbeit geradezu an, hieß es. „Wir stehen Gewehr bei Fuß und können jederzeit anfangen, da wir personell wie Infrastruktur mäßig die Vorbereitungen abgeschlossen haben. Was noch fehlt ist die Bewilligung der Kostenträger und da sind wir in der Einschätzung, dass diese bis zum Sommer vorliegen wird“, zog Ulla Sevenich-Mattar ein vorläufiges Fazit zum Status Quo der neuen IFF in Wegberg.

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