Hetzerather Ideenwerkstatt bastelt an der Zukunft ihres Ortes

Von: Helmut Wichlatz
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Miteinander ins Gespräch kommen, Gedanken und Ideen austauschen: die Zukunftswerkstatt in der Mehrzweckhalle. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz-Hetzerath. Die Zukunftswerkstatt der Hetzerather Bürger hat Ideen gesammelt, wie das Zusammenleben im Ort in Zukunft aussehen könnte. Dafür hatten sie Projektgruppen gegründet und sich mit den Schwerpunktthemen Sport und Gesundheit, Familie und Kinder, Infrastruktur und Umwelt, Kultur und „Alt werden in Hetzerath“ auseinandergesetzt. Gefragt waren Ideen aus der Bürgerschaft, die in der Mehrzweckhalle präsentiert wurden.

Rund 60 Bürger waren gekommen, um sich zu informieren. Besonders froh war Mitinitiator Marc Jansen darüber, dass es eben nicht die „üblichen Tatverdächtigen“ aus den Vereinen waren, wie er betonte. „Wir hatten versucht, diejenigen zu erreichen, die man nicht über die Vereine mobilisieren kann“, erklärte er. „Normalerweise hat man immer dieselben Leute, die sich angesprochen fühlen und mitmachen“, betonte auch Gerd Schmalen. Umso wichtiger sei es daher, auch diejenigen zu erreichen, die sich nicht in einem der Hetzerather Vereine engagieren.

Die Angebote sind handfest für Sportler, die Anschluss an eine Gruppe suchen, oder auch niederschwellig für Menschen, die bislang noch nie über Vereine oder Freizeit in Gruppen nachgedacht haben. Durch die Zukunftswerkstatt habe man Menschen im Ort erreicht, die bislang bei Aktivitäten oder Festen nicht dabei waren, betonte Jansen.

Der Reihe nach wurden Ideen vorgestellt, die sich in die Tat umsetzen lassen oder schon umgesetzt wurden. Wie das Familienzelten, das in den Sommerferien an einem Wochenende stattfand und viel Zulauf bekam, wie Alice Mohren betonte. Sie konnte rund 75 Teilnehmer vermelden. Ein anderes Angebot ist der „Noch-schlauer-Workshop“ mit Frank Simanski oder der Fahrradtreff für diejenigen, die lieber in der Gruppe eine Radtour machen. Geplant ist auch, eine neue Tischtennisabteilung aufzubauen, für die noch junge Sportler gesucht werden. Insgesamt sollen familiengerechte Sportangebote organisiert werden.

Bücherschrank und Homepage

Seit rund zehn Jahren ist Oliver Betzer in Hetzerath. Er will die Mitbürger im November zum Kino einladen. „Für die Premiere haben wir mit der Feuerzangenbowle einen Klassiker im Angebot“, erklärte er. Gezeigt werden soll der Film mit Heinz Rühmann am 17. November um 19.30 Uhr im Jugendheim. Stilecht wird es natürlich auch Feuerzangenbowle zumindest für die erwachsenen Besucher geben. Geplant ist, drei bis vier Kinoabende im Jahr anzubieten, wenn es auf eine positive Resonanz stößt.

Eine weitere Idee befasst sich mit der Kultur und soll auf ganz niederschwellige Weise Menschen in Kontakt bringen. Der Bücherschrank ist eine Idee, die schon im Kreis umgesetzt wurde, zum Beispiel in Wegberg. Die Erfahrungen, die man damit gesammelt hat, sind durchweg positiv. Auch in Hetzerath soll ein Bücherschrank in Form einer ausrangierten und umgebauten Telefonzelle aufgestellt werden.

Abschließend wurden die Fortschritte bei der Hetzerath-Homepage vorgestellt, auf der alle Informationen und Angebote des Ortes gesammelt werden sollen.

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