Hermann-Josef-Krankenhaus: Veränderungen in der Pflege

Von: Monika Baltes
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Bürgermeister Peter Jansen, Ulrike Clahsen, Jann Habbinga, Stephan Demus und Björn Clahsen (von links) stellen die neuen Strukturen und Personalien am Hermann-Josef-Krankenhaus vor. Foto: Baltes
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Das Hermann-Josef-Krankenhaus in Erkelenz beschäftigt allein im Pflegebereich ein 450-köpfiges Team, das nun einen neuen Chef hat. Foto: imago

Erkelenz. „Das Haus verändert sich, Ansprüche verändern sich, darauf müssen wir uns organisatorisch einstellen.“ In seiner Eigenschaft als Kuratoriumsvorsitzender der Hermann-Josef-Stiftung war es an Bürgermeister Peter Jansen, Veränderungen in Pflegedienst und Hospiz des Hermann-Josef-Krankenhauses Erkelenz vorzustellen. Und er war „sehr zufrieden“ mit den Entscheidungen.

Seit dem 1. Oktober ist Stephan Demus der neue Pflegedirektor des Hermann-Josef-Krankenhauses. Bisher bestand die Pflegedirektion aus einem dreiköpfigen Team, der Posten des Pflegedirektors sei vakant gewesen, erläuterte Verwaltungsdirektor Jann Habbinga. „Wir haben uns bewusst Zeit genommen, um zu sehen, was der Markt bietet.“ In dieser Zeit habe Stephan Demus die Pflegedirektion kommissarisch geleitet, seine Bewerbung auf den vakanten Posten sei daher die logische Konsequenz gewesen.

Mit einem 450-köpfigen Team stellt der Pflegedienst die größte Berufsgruppe am Erkelenzer Krankenhaus. Stephan Demus ist 43 Jahre alt und hat die Pflege von Grund auf gelernt. „Ich weiß durchaus, was eine Wundversorgung ist“, gab er lächelnd zu Protokoll. Sein Staatsexamen in Krankenpflege legte er im Krankenhaus Würselen ab, in dem er bis 2001 gearbeitet hat. Von dort wechselte er zum Uniklinikum Aachen. 2007 ist er nach Erkelenz gekommen, von der Immerather Geriatrie wechselte er 2008 zum Qualitätsmanagement für das gesamte Haus. 2012 ist er in den Pflegedienst zurückgekehrt. Sein Bachelor-Studium „Gesundheits- und Sozialmanagement“ wird er in Kürze beenden.

Die Veränderungen im Palliativ- und Hospizgesetz (die Krankenkassen tragen künftig 95 Prozent statt wie bisher 90 Prozent der zuschussfähigen Kosten) stießen Überlegungen zu mehr Engagement in der Professionalisierung des Ehrenamtes und zu einem eigenen ambulanten Hospizdienst an. Er will nicht in Konkurrenz zu den im Kreis Heinsberg bestehenden Hospizdiensten treten und soll nur in den Institutionen des Hermann-Josef-Krankenhauses eingesetzt werden.

Die Stelle der Koordinatorin dieses Dienstes wird ab dem 1. November Ulrike Clahsen, die bisherige Leiterin des stationären Hospizes Erkelenz, übernehmen. Sie wird den Pool der Ehrenamtler qualifizieren, um sie den Angehörigen und Mitarbeitern des Krankenhauses zur Seite zu stellen. Ein Jahr lang wird die Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer dauern, Praxis und Theorie umfassen.

Erfreut zeigte sich Ulrike Clahsen über die große Resonanz einer ersten Info-Veranstaltung für interessierte Ehrenamtler. 35 Interessenten hätten sich gemeldet, „das werden wohl zwei Kurse werden“. Auch räumlich wird sie das Hospiz Erkelenz verlassen und ein Büro im Verwaltungsgebäude des Hermann-Josef-Krankenhauses beziehen.

Die Leitung des stationären Hospizes Erkelenz übernimmt Björn Clahsen. „Auch wenn ich in Wegberg wohne, bin ich quasi ein Eigengewächs“, erzählte der 37-Jährige von seinem Zivildienst im Erkelenzer Hermann-Josef- Krankenhaus. Erfahrungen im Behindertenbereich, als Trauerberater und Case-Manager im Sozial- und Gesundheitswesen bringt er mit. „Björn Clahsen ist der richtige Mann“, resümierte Peter Jansen.

Gut aufgestellt für die Zukunft sieht sich das Hermann-Josef-Krankenhaus Erkelenz auch aufgrund der nun getroffenen Entscheidungen. Flache Hierarchie, direkte Ansprache, Flexibilität und gutes Miteinander, den „kurzen Weg pflegen“, für die Menschen da sein – das sei es, was das Krankenhaus ausmache. Die Hermann-Josef-Stiftung erlaube zudem, den finanziellen Rahmen zu erweitern.

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