Hermann-Josef-Krankenhaus mit Entbindungszahlen sehr zufrieden

Von: hewi
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Obenauf: Nach Umbau und Einführung der familienorientierten Geburtshilfe lag die Zahl der Geburten in Erkelenz 2015 bei 911. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Das Hermann-Josef-Krankenhaus ist in Sachen Geburtshilfe und Entbindungszahlen landesweit im Ranking in der oberen Hälfte dabei. Dies betont Chefarzt Dr. Uwe Peisker. Die Zahlen sprechen für sich und für das Hermann-Josef-Krankenhaus.

Lag 2011 in den alten Kreißsälen die Zahl der Geburten noch bei 630, stieg sie nach dem Umbau und der Einführung der familienorientierten Geburtshilfe stetig an und erreichte 2015 mit 911 Geburten den bisherigen Höhepunkt. „Unter 500 Geburten im Jahr muss man sich fragen, ob es noch einen Sinn macht“, erklärt Verwaltungsdirektor Jann Habbinga. Daher mache die Investition in diesen Bereich auch betriebswirtschaftlich einen Sinn.

Die Patientinnen stammen zumeist aus Erkelenz, dem Südkreis und dem angrenzenden Kreis Düren. Einige Patientinnen entscheiden sich immer noch eher für die Rheydter Kinderklinik, erläutert Peisker. Dies sei oftmals bei Erstgebärenden der Fall, die „lieber auf Nummer sicher gehen wollen“. Bei den Zweitentbindungen kommen diese Frauen aber auch oftmals nach Erkelenz. In Konkurrenz zum Rheydter Krankenhaus sehe man sich aber nicht. Vielmehr werde auch im Falle von Risikoschwangerschaften eng mit Rheydt zusammengearbeitet.

Kooperation mit Uniklinik

Ein Problem sei, dass Schwangerschaft oftmals wie eine Krankheit behandelt werde, sagt Peisker. „Dabei ist es normal und ein Zeichen von guter Gesundheit“, erläuterte er weiter. „Schwangerschaft ist keine Krankheit.“ Sehr häufig werde auch der Wunsch nach einer Entbindung durch Kaiserschnitt an die Mediziner herangetragen.

Dies sei jedoch nicht nötig und dazu auch noch gefährlich. „Ein Kaiserschnitt ist eine Operation an einem an sich gesunden Körper“, betont Peisker. Daher rate er von einem Kaiserschnitt ab, wenn dieser nicht wirklich medizinisch nötig ist, denn „die beste Operation ist die, die nicht stattfinden muss“.

In Erkelenz setzt man auf persönliche Betreuung und Kontakt. Auch die Familienzimmer werden genutzt. Rund 200 Väter nutzten diese im vergangenen Jahr, um über die eigentliche Entbindung hinaus auch noch länger bei Mutter und Kind zu bleiben. Dies ist auch durch den Umbau möglich geworden, da in der hellen und freundlichen Station ausreichend Platz ist. Derzeit wird neben dem festen Personal mit zwei Beleghebammen gearbeitet.

Auch im Brustzentrum wurde aufgerüstet. Seit Ende des Jahres steht ein neues und rund 200.000 Euro teures Ultraschallgerät zur Verfügung. Mit rund 140 Patientinnen ist die Fallzahl stabil. Die Zusammenarbeit mit der Aachener Uniklinik wurde ausgebaut.

Aufgrund neuer Behandlungsformen ist die Zahl der notwendigen Chemotherapien ebenfalls rückläufig. Rund 2000 Patientinnen konnten im Bereich der Frauenheilkunde im vorigen Jahr behandelt werden, wobei die durchschnittliche Verweildauer durch neue Behandlungsmethoden deutlich gesenkt werden konnte.

Hausintern zeigt die fachübergreifende Zusammenarbeit der Mediziner Früchte, wie Verwaltungsdirektor Habbinga betont. Dr. Raphael Rosch, der neue Chefarzt für Viszeralchirurgie, werde bei Krebserkrankungen im Unterleib hinzugezogen. Rosch hat in Aachen an der RWTH gearbeitet, weshalb Überweisungen für weitere Behandlungen nach Aachen nicht nötig sind. Die Zahl der ambulanten Operationen hat ebenfalls zugenommen.

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