Hermann-Josef-Altenheim mit Qualitätssiegel geehrt

Von: Helmut Wichlatz
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Leiterin Ursula Hönigs, DGGPP-Geschäftsführer Dr. Thomas Kunczik, Thomas Windeck (stlvtr. Leiter), Landesärztin Dr. Beate Baumgarte, Jann Habbinga und Bürgermeister Peter Jansen (v.l.). Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Das Hermann-Josef-Altenheim hat als erste Einrichtung in Deutschland das Siegel als besonders demenzgerechte Einrichtung erhalten. Das Qualitätssiegel soll bei der Suche nach einer geeigneten Einrichtung helfen.

Vergeben wurde das Prädikat von der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und –psychotherapie (DGGPP). Mit der erstmaligen Verleihung des Siegels wird das erfolgreiche Bemühen um individuelle und kompetente Pflege und Betreuung gewürdigt. Dazu waren der DGGPP-Geschäftsführer Dr. Thomas Kunczik und die Landesärztin Dr. Beate Baumgarte nach Erkelenz gekommen.

Baumgarte hatte die Überprüfung des Hermann-Josef durchgeführt. Sie erklärte, ihr seien vor allem die „unaufgeregte, respektvolle und fröhliche“ Atmosphäre und ein Umgang „auf Augenhöhe“ aufgefallen. Das Zusammenspiel der mehr als hundert Mitarbeiter des Altenheimes sei auf die Bedürfnisse der Bewohner und ihre teilweise veränderten Tagesabläufe ausgerichtet.

„Es geht nicht um das perfekte Heim“, sagte Baumgarte, die Chefärztin einer psychiatrischen Abteilung war, bevor sie zur Landesärztin berufen wurde. Der Zustand der Heime habe sich allgemein „erfreulich verbessert“. Vielmehr seien auch die Bereitschaft zur fachlichen Weiterbildung und Veränderung hin zur demenzsensiblen Kompetenz entscheidend.

Der DGGPP-Geschäftsführer Kunczik dankte auch der Hermann-Josef-Stiftung, die den Mitarbeitern im Altenheim den Spielraum eingeräumt habe, zu lernen und die Ideen auch umzusetzen.

Dies unterstrich auch Ursula Hönigs. Die Leiterin des Hermann-Josef nahm das Siegel stellvertretend für die Mitarbeiter des Hauses entgegen. „Wir sind seit Jahren an dem Thema dran“, erklärte sie. Alle Mitarbeiter des Hauses hätten sich gemeinsam auf den Weg gemacht. „Durch das Siegel ist uns noch einmal klar geworden, dass wir uns in einem Prozess befinden“, betonte sie. „Wir freuen uns auf die Überprüfung in zwei Jahren.“

Hönigs regte die Bildung eines Netzwerkes an, um sich austauschen und von den Erfahrungen profitieren zu können.

Jann Habbinga, Verwaltungsdirektor der Hermann-Josef-Stiftung, verwies darauf, dass die Verleihung des Siegels ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Normalisierung im Umgang mit dem Thema Demenz sei.

Dass das Hermann-Josef die erste Einrichtung sei, die das Siegel erhalte, sei Auszeichnung und Ansporn zugleich.

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