Herbstkirmes: Klaus Schiffer schießt den Königsvogel herunter

Von: agsb
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In bester Stimmung: Ein glücklicher Schützenpräsident Siegfried Jansen (r.) im Kreise der neuen Majestäten Klaus und Renate Schiffer sowie den Adjutanten auf dem Burgberg Heinsberg. Foto: agsb
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In voller Fahrt: Die Fahrgeschäfte erfreuten sich bei der Heinsberger Herbstkirmes großer Beliebtheit. Foto: agsb

Heinsberg. „Wir sind zwar eine Schützenbruderschaft, die ihre Traditionen hegt und pflegt, jedoch wir sind auch offen für Neues“: Siegfried Jansen, Präsident der Vereinigten Schützenbruderschaften Heinsberg, hatte bei der Herbstkirmes mit seinen Mitstreitern tatsächlich neue Wege beschritten.

Sie luden zur Eröffnung mit Fassanstich ins Vereinslokal Cüppers am Torbogen mit leckerem Spanferkelessen ein. Der Mut zum Neuen wurde belohnt, denn der Besuch übertraf alle Erwartungen. Die Kirmesstimmung stieg von Minute zu Minute.

Zum Fassanstich bat Siegfried Jansen Pfarrer René Mertens zur Tat. Der Schützenpräses zeigte sich überrascht und packte dann kräftig an. „Bitte bringt Euch in Sicherheit“, warnte René Mertens, nahm den Holzhammer und bestand diese Feuertaufe mit Bravour. Zwei, drei gezielte Schläge auf den Zapfhahn – und danach rief Mertens: „O‘zapft is“. Es war zwar kein Oktoberfest, aber diese Aussage hob zusätzlich die Stimmung. Gemeinsam wurde dann auf die Herbstkirmes angestoßen, der Auftakt war vollbracht. Und plötzlich hallte Spielmannsmusik aus der Ferne. Das Trommler- und Pfeiferkorps Heinsberg-Lieck zog spielend durch den Torbogen und ins Vereinslokal ein.

Der Samstag startete mit einem kleinen Festzug, welcher den Burgberg zum Ziel hatte. Dort wurde am späten Nachmittag der neue Schützenkönig ermittelt. Das herrliche Wetter lockte viele Besucher zum Burgberg, die dort die Schießwettbewerbe verfolgten.

Beim Jedermannschießen war das Interesse groß, immerhin konnte man sich dabei eine Prämie sichern, wenn zum Beispiel ein Flügel abgeschossen wurde. Das anschließende Mannschaftsschießen mobilisierte die Vereinswelt: Das Trommler- und Pfeiferkorps als Vorjahressieger konnte seinen Triumph indes nicht verteidigen, diesmal schoss die Frauengruppe der Schützen ganz hervorragend, so dass gleich bei der ersten Teilnahme der Sieg gelang. Die Damen ließen sich bei der Siegerehrung gebührend feiern. Bezirksjungschützenmeister Manfred Schäfer war ebenfalls auf dem Burgberg. Er hatte ein Lasergewehr dabei und startete damit einen besonderen Wettbewerb für die Jugend.

Beim Königsvogelschießen dauerte es dann bis zum 93. Schuss, als über den Burgberg ein Jubelschrei hallte. Vier Bewerber hatten ein Auge auf die Königswürde geworfen, den entscheidenden Schuss setzte dann Klaus Schiffer. Seine Gattin Renate arbeitete zu diesem Zeitpunkt in einem Heinsberger Supermarkt, sie wurde gleich von einem Schützenbruder abgeholt. „Das war nicht geplant“, zeigte sie sich anschließend ziemlich überrascht und nahm auf dem Burgberg die Gratulationen entgegen. Gatte Klaus bekam symbolisch das Schützensilber vom amtierenden König Heinz von Birgelen überreicht. Klaus Schiffer ist ein Vereinsmensch und unter anderem Mitglied im Karnevalsverein, so dass allen klar war: Es werden farbenprächtige kommende Kirmestage.

In der Kreisstadt herrschte echte Kirmesstimmung. Von der Innenstadt aus schallte das Treiben vom Kirmesplatz an der Ostpromenade hoch. Auf dem Rummelplatz herrschte Volksfeststimmung, Jung und Alt kamen auf ihre Kosten. Besonders die Fahrgeschäfte erfreuten die Jugend, Raupenbahn in rasanter Fahrt und die fliegende Fahrt auf der Drehscheibe vom Twister ließen bei idealem Kirmeswetter so manches lange Haar im Winde wehen.

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