Herbert Corsten zieht jetzt mit der CDU ins Feld

Von: Rainer Herwartz
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Am 13. September wird sich zeigen, wer auf dem Chefsessel der Gemeindeverwaltung in Selfkant für die nächsten fünf Jahre Platz nimmt. Amtsinhaber Herbert Corsten möchte gemeinsam mit der CDU die Wähler von sich überzeugen. Foto: Rainer Herwartz
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Selfkant. Der Partei verbunden und trotzdem frei und ungebunden, so trat Selfkants Bürgermeister Herbert Corsten bei den letzten beiden Bürgermeisterwahlen in den Wettstreit um den Chefsessel in der Verwaltung. Noch im Januar legte der Christdemokrat Wert auf die Feststellung, dass dies auch in diesem Jahr wieder so sein sollte. Doch das hat sich nun geändert.

2004 trat Corsten erstmals als unabhängiger Kandidat an, 2009 ebenso, aber mit dem Votum der CDU, abgegeben bei deren Mitgliederversammlung in Saeffelen. Auch die SPD hatte ihm seinerzeit öffentlich ihre Unterstützung zugesagt. Ein Traumergebnis von 85,4 Prozent der Wählerstimmen sollte folgen.

Dass sich mittlerweile der Wind gedreht hat und die Sozialdemokraten gemeinsam mit FDP, Grünen und Pro Selfkant ihre Gunst dem 28-jährigen Jan-Frederik Kremer aus Essen schenken werden, ist bekannt. Jetzt wird auch Corsten offiziell auf dem Ticket der CDU ins Rennen ziehen.

„Mein Sinneswandel, nicht mehr als unabhängiger Kandidat, sondern im Schulterschluss mit der CDU anzutreten, resultiert aus den Ereignissen der letzten Monate“, sagt Corsten im Gespräch mit unserer Zeitung. „Angefangen hat es mit dem Neujahrsempfang der FDP. Dort wurden der gemeinsame Bürgermeisterkandidat propagiert und – wie ich finde – Bürgermeister, Kämmerer, Verwaltung und die Arbeit der CDU in unqualifizierter Weise kritisiert. Zum Beispiel wurde gesagt, dass die erforderlichen Haushaltsabschlüsse nicht vorlägen. Unser Kämmerer Stefan Wever hat aber in enormer Fleißarbeit innerhalb eines knappen Jahres alle gesetzlich erforderlichen Haushaltsabschlüsse vor der Beschlussfassung des Haushaltes für das Jahr 2015 vorgelegt.“

Vor allem habe ihn enttäuscht, so Corsten weiter, „dass man nicht in der Lage war, in der Opposition einen Kandidaten aus den eigenen reihen oder nur schon aus dem Selfkant zu präsentieren. Wenn man doch für sich in Anspruch nimmt, dass 50 Prozent der Selfkänter hinter einem stehen, müsste dies doch zwingend möglich sein.“

Da zeige sich doch wieder, dass es deutlich leichter sei, Sachentscheidungen zu kritisieren und in Frage zu stellen, als selbst Verantwortung zu übernehmen, konstruktive Alternativen zu benennen und umzusetzen. „In dieses Bild passt auch die Stellenausschreibung bei der Suche nach einem Bürgermeister-Kandidaten. Angeblich sollte er Führungserfahrung in öffentlicher Verwaltung oder bei der Führung einer Gemeindeverwaltung mit rund 50 Beschäftigten besitzen. Der Kandidat selbst glaubt jedoch laut eigener Aussage nicht, dass man als Bürgermeister unbedingt Verwaltungsfachmann sein müsse.“

Für Corstens Umdenken sei jedoch auch noch ein anderer Aspekt ausschlaggebend, erklärt er. „Alles, was in den letzten Jahren an Ideen für die Weiterentwicklung des Selfkants eingebracht wurde, geschah nahezu ausschließlich in enger Zusammenarbeit mit der CDU.“

Zudem habe er sich die Frage gestellt: „Bist du nicht als Bürgermeister in der Pflicht, bis 2020 die besten Voraussetzungen für einen geeigneten Nachfolger mit Gefühl für unseren Selfkant zu schaffen? In den Oppositionsparteien entdecke ich diesen auf absehbarer Zeit nicht.“

Daher sei für ihn der Zeitpunkt gekommen, „jetzt deutlich Position zu beziehen, die jahrelang ohnehin erfolgreiche, mit der CDU betriebene Politik hervorzuheben und mich für eine Kandidatur bei der CDU für die Bürgermeisterwahl zur Verfügung zu stellen“.

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