Erkelenz - Herbert Aretz stellt in der Galerie Pro Arte aus

Herbert Aretz stellt in der Galerie Pro Arte aus

Von: hewi
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Erkelenz. Ab dem kommenden Freitag, 15. Juni, stellt Herbert Aretz Aquarelle in der Galerie Pro Arte am Franziskanerplatz aus. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr.

Wie lässt sich seine Arbeit beschreiben? Nur Wasser und Farben sind die Komponenten, mit denen der Geilenkirchener Künstler Herbert Aretz sein Bilder zum Leben erweckt. Es ist die geübte Hand des Architekten, das zielgerichtete Auge des Fotografen, der leichte Pinselstrich mit den Wasserfarben – Kunst, die wie aus dem Nichts auf dem Papier entsteht und sich kreativ entfaltet. In leuchtenden Farben, dann wieder in leichten Pastelltönen zeigt sich das lustvolle Schaffen, als habe ein bunter Schmetterling mit seinen hauchzarten Flügeln die Objekte gestreichelt. Egal ob es Industrieanlagen, Häuserzeilen, Naturparadiese oder Boote im Hafen sind, die Leichtigkeit der Bilder fasziniert, es sind Aquarelle von intensiver Strahlkraft und Schönheit.

Aquarelle

„Die Aquarelle, wie fein gewebt oder hauchdünn gesponnen, ordnen sich stilistisch irgendwo zwischen van Gogh und Oskar Koller ein. Aretz male nicht aus, er konkretisiere nicht, aber die Bilder seien eindeutig“, so betitelt ein Kunstexperte die Werke des Geilenkircheners. Der Schwerpunkt der künstlerischen Tätigkeit von Herbert Aretz ist auf den beruflichen Arbeitsbereich als Architekt zurückzuführen. Die Architektur mit ihren Städteansichten sowie vergänglichen Industrielandschaften steht dabei im Vordergrund. Als Ruheständler setzt er sich hauptsächlich mit der Aquarellmalerei auseinander. Diese Technik des Malens begeistert ihn, da sie zum einen die Farbigkeit, die Farbverläufe und zuletzt die Leichtigkeit beim schnellen Skizzieren zu guten Ergebnissen führen. So schmiegen sich die Farben regelrecht in die Objekte und geben dem Bild Leben.

Vor der Skizze ist es auch meist die Kamera, die das Außergewöhnliche des Originals seiner Begierde festhält. Auf zahlreichen Reisen hat sich Aretz die Inspirationen geholt, dokumentiert die Wahrnehmungen, seine Empfindungen und seine Gefühle, setzt sie später mit Pinsel, Farbe und einer Prise Wasser malerisch um. „Trotz ihrer Strahlkraft und scheinbaren Einfachheit ist die Aquarelltechnik einer der technisch schwierigen Maltechniken“, erklärt Aretz.

Und er weiß auch: Aquarelle „verzeihen nicht“, sind im Vergleich zu anderen Techniken schwer korrigierbar. Darin liegt für den Künstler das Besondere; spontan zu experimentieren und letztendlich ein Ergebnis abzuwarten. Aretz: „Will man aber ein bestimmtes Bild erreichen, müssen vorher die Arbeitsschritte genau festgelegt sein. Wie gesagt, ein Aquarell verzeiht keine Korrekturen“.

Aber nicht nur dem aquarellieren gehören sein Herz und seine Hand. Mit Akribie widmet sich der 70-Jährige ebenfalls dem Zeichnen mit Tusche und Bleistift sowie dem Arbeiten mit Kreide.

Auch im Umgang mit diesem Medium liebt er Pastelltöne genauso wie die Zartheit im Aquarell.

 

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