Herausforderung und Nervenkitzel beim Euregio-Biathlon

Von: Heinz Eschweiler
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Der Start des A-Finallaufs im Wettbewerb Radfahren/Schießen: Bereits auf den ersten Metern setzte sich der spätere Sieger an die Spitze.
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Hochkonzentriert bei der Sache: Alexandra Peters, hier beim Schießen mit dem Lasergewehr. Fotos (3): Heinz Eschweiler Foto: Heinz Eschweiler
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Der So-Bi-Bär, das neue Maskottchen des Euregio-Sommerbiathlons in Waldenrath.

Heinsberg-Waldenrath. Der siebte Euregio-Sommerbiathlon-Wettbewerb in Waldenrath-Pütt war wieder einen Besuch wert. Im Stadion in „Pütt“ mit der großen Tribüne herrschte eine Stimmung wie am legendären Holmenkollen in Oslo.

Stadionsprecher Markus Herzog düste teilweise im Sprint über die Stadionpiste und stachelte das Publikum zur La-Ola-Welle an. Und seine Sprüche kamen wie aus der Pistole geschossen: „Hier gibt es kein Maß, hier gibt es nur Spaß“, rief er das Motto aus.

Erstmals wurde auch ein Maskottchen präsentiert: Bär So-Bi (Sommer-Biathlon) wurde erstmals am Samstagmittag losgelassen und war fortan der Star im Stadion.

Der Dorfring Waldenrath mit seinem großen Helferteam hatte wieder alles bestens angerichtet, bot erneut ein großes Event. Das Sommerbiathlon-Spektakel hat seinen festen Platz im Terminkalender, die Freude auf 2018 wurde nicht nur auf der großen Biathlon-Party am Samstagabend im Festzelt und auf dem Außengelände deutlich.

Die Wettbewerbe starteten mit Laufen/Schießen am Samstag. Ein Team besteht aus vier Personen, dreimal wird bei dem Durchgang geschossen. Die Laufstrecke beträgt rund 600 Meter, die Fahrradstrecke (Sonntag) 900 Meter – vier Runden sind durch Pütt jeweils zu absolvieren. Wobei in den Vorläufen/Zwischenrunde beim Schießen ein Nachlader zur Verfügung steht, in den Endläufen bedeutet ein Fehlschuss 30 Sekunden Wartezeit.

Das C-Finale im Laufen gewannen die „Funky Bears“ mit Dominic Dahlmanns, Marcel Sojka, Philipp Scheuvens und Patrick Sojka in 40:50 Minuten. Platz zwei ging an Team „Der Klügere gibt nach“, Dritter wurden die „Vommentaler“.

Beim B-Finale setzten sich die „Showlights for Men“ der DJK Waldenrath an die Spitze, liefen ein prima Rennen und schossen bestens. Niklas Nießen, Michael Wilms, Philipp Scheuvens und Alex Breuer siegten in 38:51 Minuten und wurden frenetisch gefeiert. Auf Platz 2 landete das Team „Mensch ist der United“, auf Rang 3 die „Pütter Banditos“.

Im A-Finale wurde das Team „Running Gag“ mit Tobias Jansen, Lukas Jansen, Matthias Cüppers und Christian Cüppers in 34:37 Minuten seinem Namen gerecht und verwandelte das Stadion in ein Tollhaus. Team „InTeam“ wurde zweiter, dritter die „Soldaten der Liebe“.

Außer Rand und Band

Am Sonntag standen die Disziplinen Radfahren/Schießen und den Schulwettbewerb (Realschule Heinsberg/St. Ursula Geilenkirchen) an, nach den Vorrunden startete das C-Finale. Hier gewann „Radshop Herfs“ in 41:07 Minuten mit Aram Lischewski, Boubakar Dialor, Frank Backes und Georg Herfs, der gleichzeitig auch Schirmherr dieses Events war. Platz zwei sicherten sich die „Showlights“ der DJK Waldenrath. Platz drei ging an Team „Energie Kopfnuss“.

Im B-Finale gab es den Sieg der Familie Fell mit Ludwig, Manfred, Frederic und Dieter. „Die Fritten“ wurden zweite, Rang drei holte sich das Team der Alten Herren SV Victoria Waldenrath.

Im A-Finale staunten die Dauergäste nicht schlecht, denn Team „Caros Rasselbande außer Rand und Band“ stand erneut im Finale, war bereits am Vortag im Wettbewerb Laufen/Schießen im Endlauf und belegte Rang fünf. Am Sonntag war schon das Einschießen super, es gab Schnellfeuer zur Freude der Fangemeinde.

Und im Rennen trumpften Ina Schmitz, Alexandra Peters, Matthias Scheeren und Bernd Schmitz erneut groß auf und schafften den Sprung aufs Podest mit Rang drei in 38:00 Minuten. Platz zwei sicherte sich Team „Die Furchtlosen“ in 37:41 Minuten, ein Fehlschuss weniger als die Dritten bedeuteten Rang zwei. Im Endlauf waren drei Sieger der vergangenen Jahre mit dabei, wobei die „Hodiwikas vom Niederrhein“ ihr eigenes Rennen fuhren und schossen. Kein Fehlschuss insgesamt und schnelle Treter – die Zeit von 35:50 Minuten war eine Superzeit.

„Die Oberschenkel brennen gewaltig, ich könnte jetzt keine Treppen steigen“, so ein an sich durchtrainierter Bernd Schmitz nach zweimaliger Endlaufteilnahme. Für alle Teilnehmer waren das Laufen und Radfahren nicht das Problem, das Schießen brachte die Entscheidung zum Erreichen der Endläufe. Den Puls nach Laufen/Schießen runterzufahren, um den richtigen Rhythmus beim Schießen mit dem Lasergewehr auf die zehn Meter entfernten Ziele zu finden, dazu die Euphorie der Zuschauer – für alle Teilnehmer eine große Herausforderung und echter Nervenkitzel.

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