Wegberg-Beeck - Henßen sicher: „Wir verlieren“

Henßen sicher: „Wir verlieren“

Von: André Nückel
Letzte Aktualisierung:
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Gleich mit drei Gegenspielern hat es Beecks Sahin Dagistan zu tun. Am Donnerstag bei Viktoria Köln dürfte er kaum mehr Freiraum bekommen. Foto: Günter Passage

Wegberg-Beeck. Nach dem Abpfiff gegen den SC Verl klatschte Friedel Henßen noch eben mit seinen Spielern ab und brauchte dann einen Moment der Ruhe. Die 0:1-Niederlage in der Fußball-Regionalliga war nervenaufreibend für den Teamchef des FC Wegberg-Beeck.

Vor dem Spieltag war er sich zwar sicher, dass seine Mannschaft gegen den Sportclub aus Gütersloh punkten könne, was sie aber dann zeigte, überraschte selbst ihn: „Natürlich wusste ich, dass wir gegen Verl eine Chance haben, aber dass wir die erste Hälfte mit so vielen Möglichkeiten dominieren würden, damit hätte selbst ich nicht gerechnet.“ Bis zum Seitenwechsel diktierten die „Kleeblätter“ das Match, nutzten aber keinen Hochkaräter. Henßen: „Da kommt einfach sehr viel Pech dazu. Enzo Wirtz macht alles richtig, umkurvt den Torhüter, bringt den Ball aber dann nicht über die Linie.“ Für sein Team sind viele Situationen ein Lern- sowie Reifeprozess.

Aber auch für ihn als Trainer stellt diese sportlich negative wie besondere Situation eine Herausforderung dar. Wie der Augentest Woche für Woche bescheinigt, werfen die FCW-Kicker ihre gesamte Bereitschaft an jedem Wochenende in die Waagschale, aber für Punkte reicht es nur in den seltensten Fällen – in vier von 24 Begegnungen. „Die Jungs sind immer gut eingestellt und spielen auch besseren Fußball als in der Hinrunde“, untermauert der 44-Jährige, „aber irgendwann werden die Niederlagen zu einer Kopfsache.“

Dementsprechend dreht der Chefcoach den Spieß vor der heutigen Auswärtsfahrt zu Viktoria Köln (19.30 Uhr) um. Anstatt wie gewohnt Optimismus zu verbreiten und mit Zuversicht die große Herausforderung anzugehen, sagt Henßen: „Wir werden gegen Viktoria Köln auf jeden Fall verlieren.“

Aufgrund der beiden bisherigen Spiele in der Hinserie (0:2) und im Verbandspokal (0:4) ist dieses Statement realistisch wie glaubhaft. Dass sein Team die Partie aber herschenken wird, darauf braucht der finanzstarke Spitzenklub aus Köln nicht zu hoffen. „Für Viktoria und uns geht es nicht mehr um viel“, erklärt Henßen und rechnet mit einigen Veränderungen in der Startelf der Domstädter. Co-Trainer Dirk Ruhrig und er werden dagegen wahrscheinlich zum dritten Mal in Serie das gleiche Aufgebot ins Rennen schicken.

Außer der fehlenden Ausbeute hat die eingespielte Truppe um die neue Zentrale bestehend aus Johannes Walbaum und Ortis Kumanini wenig Anlässe für frische Kräfte wie Dominik Bischoff oder Thomas Lambertz gegeben.

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