Wassenberg - Helmut Winkens: Ein Leben im Dienst des Schützenwesens

Helmut Winkens: Ein Leben im Dienst des Schützenwesens

Von: Anna Petra Thomas
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Über die hohe Auszeichnung mit dem Goldenen Stern zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz freuten sich nicht nur Helmut Winkens und seine Frau Doris (4.u.3.v.l.) sondern mit dem Bezirksvorstand auch Schülerprinzessin Tamara Wilms, „Bambiniprinzessin“ Lenja Richter (von links) sowie Bezirkskönigin Marianne Wicke, Bezirksprinz Steffen Kryjom und die beiden Vertreter aus Diözese und Bund, Hermann-Josef Kremer und Wolfgang Genenger (von rechts). Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. Die Übergabe der Standarte von der Marianischen Schützenbruderschaft Ophoven an die St.-Marien-Schützenbruderschaft in der Wassenberger Oberstadt eröffnete das Festbankett anlässlich des Schützenfestes des Bezirks Wassenberg im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.

Anschließend übergab der stellvertretende Bezirksbundesmeister Hermann Josef Jütten im Festzelt den neuen Bezirksmajestäten ihre Silberketten. Mit Marianne Wicke von der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Myhl repräsentiere seines Wissens erstmals eine Frau den Bezirksverband Wassenberg, betonte Jütten. Bezirksprinz ist Steffen Kryjom von der St.-Lambertus-Schützenbruderschaft Birgelen. Dort hat auch Bezirksschülerprinzessin Tamara Wilms ihre Heimat. Lenja Richter von der St.-Georg-Bruderschaft in der Unterstadt erhielt schließlich die Kette als Bezirksjungschülerprinzessin oder als „Bambiniprinzessin“, wie Jütten ihren Titel abkürzte. Die Bezirkskette ging schließlich an Frank Louis, den Brudermeister der St.-Marien-Schützenbruderschaft. Ihm dankte Jütten für die kurzfristige Organisation des Bezirksschützenfestes in der Oberstadt, das eigentlich in Effeld hätte stattfinden sollen.

Hatte sich Bezirksbundesmeister Helmut Winkens schon zu Beginn des Abends über hohen Besuch aus dem Bund gewundert, wirkte er schon sichtlich gerührt, als man ihn bat, sich doch zu setzen. „Jetz hant se met mech jet vür“, sprach er zu sich und nahm Platz für eine Laudatio, die sein Stellvertreter dann halten sollte, im Beisein von Wolfgang Genenger, stellvertretender Bundesschützenmeister, und Hermann-Josef Kremer, stellvertretender Diözesanbundesmeister.

„Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren guten Tag hat“, zitierte Jütten Konrad Adenauer und fügte gleich hinzu: „Heute ist ein besonders guter Tag“, gelte es doch einen Schützenbruder zu ehren, der sich diese Ehrung wahrlich verdient habe. Verdienst heiße in seinem Falle: „Charakterstärke, Ehrlichkeit, Engagement, Bereitschaft und letztendlich Herzblut für das Schützenwesen in der Schützenbruderschaft Orsbeck, dem Bezirksverband Wassenberg und letztendlich für die Gesamtheit unseres Schützenwesens.“ Den Leitspruch „Gaube, Sitte und Heimat“ habe sich Winkens zu eigen gemacht.

Einige Stationen aus seinem Schützenleben ließ Jütten dann Revue passieren. Seit mehr als 40 Jahren gehört Winkens der St.-Martini-Schützenbruderschaft Orsbeck-Luchtenberg an, davon 20 Jahre als Brudermeister. Dreimal schon war er König, 1977 sogar Bezirkskönig. Ebenfalls mehr als 40 Jahre ist er im Vorstand des Bezirksverbands aktiv, seit mehr als 30 Jahren als Bezirksbundesmeister. Unter seiner Regie wurde in Wassenberg der Bund der Schützenjugend (BdSJ) gegründet, 2010 in Wassenberg sogar der Diözesanjungschützentag durchgeführt. Besondere Anliegen waren ihm die Bezirksstandarte und die Silberketten für Präses und Bezirksbundesmeister, die er beschafft habe, ohne die Kasse zu belasten, so Jütten.

Höchste Ehrung

Kurz gesagt habe Winkens sein ganzes Leben in den Dienst des Schützenwesens gestellt, erklärte er und dankte schließlich auch seiner Frau Doris, für die er einen Blumenstrauß mitgebracht hatte. Winkens selbst erhielt von Genenger den Goldenen Stern zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz und damit die höchste Ehrung, die der Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften für ein Engagement auf Bezirksebene vergeben kann.

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