Heinsberger Tourist-Service will das Angebot optimieren

Von: Dettmar Fischer
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Attraktive Ziele und Routen: Im neuen Tourismuskonzept des Kreises Heinsberg, mit dem die touristische Zukunft der Region gestaltet werden soll, spielt das Fahrrad eine zentrale Rolle.
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Mit Schlauchboot und Paddel unterwegs: Spaßig-sportliche Naturerlebnisse in Verbindung beispielsweise mit Fahrradtouren gibt es auch auf der Rur wie hier am Wehr bei Hilfarth.
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Kreis Heinsberg. Der Urlaub unter Palmen wird auch zukünftig im Kreis Heinsberg, bis auf wenige Ausnahmen wie am Effelder Waldsee, dem Urlaub auf zwei Rädern oder dem auf zwei Beinen nicht den Rang ablaufen. Das Wandern und vor allem das Radfahren soll der Tourist im Kreis Heinsberg genießen und dabei nach Möglichkeit die eigenen Butterbrote zu Hause lassen.

Der Rur-Ufer-Radweg soll irgendwann einmal um einen Wurm-Ufer-Radweg ergänzt werden, und beide zusammen werden die Zielgruppen der Best Ager und Familien dazu animieren, sich einen schönen Tag in der Region zu gönnen. Zumindest der Tagestourist hat ja den Kreis Heinsberg schon entdeckt.

Wie es weiter geht mit dem Tourismus im Kreis Heinsberg, legt das neue Konzept zur künftigen Tourismusentwicklung dar. Es wurde im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Heinsberger Tourist-Service (HTS) im Begas-Haus vorgestellt. Die letzte touristische Konzeption für den Kreis Heinsberg war vor mehr als 20 Jahren verabschiedet worden, damals war der Begriff Best Ager noch nicht verbreitet, heute beschreibt er die Zielgruppe der touristischen Zukunftspläne, also die Menschen jenseits der 50 mit Geld in der Tasche. Die dwif-Consulting GmbH aus München war bereits Anfang 2015 vom HTS beauftragt worden, eine neue Konzeption für die Freizeit-Region Heinsberg zu entwickeln. Diese Konzeption, die nach intensiven Expertengesprächen mit den Tourismusakteuren der Region verfasst wurde, liegt nun dank der Unterstützung der Kreissparkasse Heinsberg vor.

Die Bilanz der vergangenen Jahre weise eine positive Entwicklung für den Kreis Heinsberg aus, so Markus Seibold von der dwif-Consulting GmbH. So sei 2015 fast die Marke von 250.000 Übernachtungen in den gewerblichen Betrieben mit mindestens zehn Betten erreicht worden, wobei von einem hohen Anteil Geschäftsreisender ausgegangen wird. 90 Prozent der touristischen Umsätze im Kreis entfallen allerdings auf den Tagestourismus.

Vielfältiges Naturerlebnis

Erarbeitet wurde von den Münchner Experten, dass das bereits vorhandene fahrradtouristische Angebot zu den großen Stärken des Kreises Heinsberg zählt. Für eine „echte Fahrradregion“ fehlten aber oftmals noch die über Zertifizierungen nachgewiesene Qualität, eine bessere Zielgruppenausrichtung in den Betrieben sowie eine überregionale Vernetzung des Angebots. Der Kreis biete ein vielfältiges und hochwertiges Naturerlebnisangebot, welches sich sehr gut mit dem Thema Fahrrad verbinden lasse.

Mehrere Ansätze

Im neuen Tourismuskonzept wird allerdings bemängelt, dass die genaue Gästestruktur im Kreis Heinsberg mangels Marktforschungserkenntnissen nur „gefühlt“ zu beziffern sei und dass der Kreis nur an der deutsch-niederländischen Grenze ein „(Kurz-)Urlaubsreiseziel“ zu sein scheine. Es mangele an einer gemeinsamen Identität innerhalb des Kreises, und schwerwiegend sei, dass der Kreis Heinsberg in den werblichen Maßnahmen übergeordneter regionaler Tourismusorganisationen kaum präsent sei.

Markus Seibold betont: „Es steckt noch sehr viel Musik im Wirtschaftsfaktor Tourismus.“ Und dabei spiele der Tagestourismus eine wichtige Rolle. Seibold: „Der Kreis hat mehr zu bieten, als bislang sichtbar wurde.“

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