Heinsberg - Heinsberger Tafel möchte Menschen ein wenig Glück schenken

Heinsberger Tafel möchte Menschen ein wenig Glück schenken

Von: anna
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Als der stellvertretende Vorsitzende der Heinsberger Tafel zur ersten Spendenannahme die Tür öffnete, standen Maria und Margret Görtz aus Laffeld schon davor und warteten auf ihn. Foto: anna

Heinsberg. Da staunte Kurt Kornmesser nicht schlecht: Als der stellvertretende Vorsitzende der Heinsberger Tafel zur ersten Spendenannahme die Tür öffnete, standen Maria und Margret Görtz aus Laffeld schon davor und warteten auf ihn.

Einen großen, weißen Karton, dekoriert mit roten und blauen Streifen, hatten beide jeweils liebevoll mit roten Servietten ausgelegt und alles hineingepackt, was einem Menschen, der sich nicht viel leisten kann, an Weihnachten eine große Freude macht: gute Lebensmittel und Süßigkeiten fürs Fest.

„Wir möchten gerne helfen“

„Wir machen das schon seit Jahren“, erzählte Maria Görtz. „Wir möchten gerne helfen, den Menschen, denen es nicht so gut geht, etwas Gutes tun“, ergänzte ihre Tochter Margret. „Wir sind gesund und zufrieden, und andere Menschen sollen auch ein bisschen Glück haben.“ Kaum hatte sie das ausgesprochen, da stand auch schon Wolfgang Tesching aus Uetterath in der Tür. Er hatte für sein Tafelgeschenk eigens zwei grüne, kleine Kunststoffkörbe mit Henkel besorgt und seine Gaben innen drin sogar mit echten Tannenzweigen verziert. Neben vielen Leckereien zum Fest hatte er zudem noch einen Metzger-Gutschein hineingelegt. Sogar eine Weihnachtskarte mit einem lieben Gruß von den „Kistenpackern“ fehlte nicht. Zusätzlich hatte der edle Spender auch noch Hunde- und Katzenfutter mitgebracht für die Tafelkunden, die ein Haustier zu versorgen haben.

Weiter ging‘s für Kornmesser mit einem älteren Herrn, der sich mit dem Fahrrad auf den Weg zur Tafel gemacht hatte und darum bat, das Lebensmittelpaket bei ihm zu Hause abzuholen, und mit einer Frau, die knapp 30 Flaschen Sekt und Rotwein vorbeibrachte: „Zu viel gekauft für eine Party“, meinte sie und schlug vor, dem ein oder anderen Tafelkunden einen der guten Tropfen mitzugeben. Auch das versprach Kornmesser ihr.

Schon nach einer halben Stunde waren beim ersten Annahmetermin mehr als ein Dutzend liebevoll gepackter Pakete angekommen, und doch schaute Kornmesser noch ein bisschen besorgt, wie aber eigentlich jedes Jahr. Denn erst am Freitagabend wird für die Verantwortlichen der Tafel feststehen, ob die Spenden ausreichen. In den Annahmestellen außerhalb der Tafel sei er schon gewesen, berichtete Kornmesser: „In der einen stehen noch nicht so viele Pakete wie im vergangenen Jahr, dafür in einer anderen mehr.“ Groß sei das Spendenaufkommen in diesem Jahr bereits im Rewe-Supermarkt und im Kreisgymnasium gewesen, erklärte er. Und auch Schirmherr Heinz-Gerd Schröders habe schon Spenden gesammelt, ergänzte Pfarrer Sebastian Walde, der Vorsitzende der Tafel.

Zuversichtlich

Die Zuversicht ist also da, dass bis Freitag genug Spenden zusammenkommen, denn immerhin sind in diesem Jahr rund 600 kleine und große Familienpakete zu packen. Hinzu kommen mehr als 180 Kinder, so viele wie nie zuvor, die alle noch zusätzlich ein Päckchen vom Nikolaus erhalten sollen. Daher gibt es in diesem Jahr auch gleich drei Ausgabetermine für die Pakete, einen wie immer vormittags für die Singles oder Familien und gleich zwei am Nachmittag, wo nicht nur der Nikolaus, sondern auch Pfarrer Sebastian Walde und seine Weihnachtsmaus die kleinen Gäste erwarten und unterhalten.

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