Heinsberger Schützen treffen Heinsberger Schützen

Von: Heinz Eschweiler
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Hans-Josef Marx (r.) und Mike Schwermer (l.), beide Heinsberger Schützen, präsentieren den Heinsberger Adler. Foto: agsb

Heinsberg. „Hallo, hier Marx – Schützenkönig 2013“: Mit diesem Satz begann eine fast unglaubliche Geschichte. Der Schützenkönig der Vereinigten Schützenbruderschaft Heinsberg wollte einen Kameraden anrufen – und landete irgendwie bei Edgar Popgel in Heinsberg. „Marx? Haben wir nicht. Ich bin der Schützenkönig von Heinsberg“, sagte die Stimme am anderen Ende der Leitung verwundert. War das ein Scherzanruf?

Kurze Verwirrung. Ein paar Sätze später können sich beide vor Lachen kaum halten. Die Auflösung: Hans-Josef Marx rief aus der Kreisstadt Heinsberg im Rheinland an und der Gesprächspartner ging zwar auch in Heinsberg an den Apparat, jedoch in Heinsberg im Sauerland. Das Gespräch dauerte lange. Dass daraus eine Schützenfreundschaft entstehen würde, ahnten beide da noch nicht.

Gemeinsam gefeiert

Kurze Zeit später hatte die Schützenvereinigung Heinsberg/Sauerland ein Schützenfest. Das Schützenkönigspaar der Vereinigten Schützenbruderschaft hatte für das besagte Wochenende schon lange einen Kurzurlaub in der Gegend geplant und überlegt, einen Abstecher nach Heinsberg im Sauerland zu machen. Die Königsadjutanten waren ebenfalls gleich begeistert und so stand ganz schnell ein weiterer Termin im Königskalender.

Schon bald saßen Heinsberger Schützen mit Heinsberger Schützen im Sauerland am Tisch. Es wurde geflachst und gelacht. Marx erfuhr, dass in Heinsberg im Sauerland der Holzvogel alljährlich ersteigert werden kann. Da hatte Hans-Josef Marx die Idee, für das Schützenfest im September dieses Jahres ein neues Heinsberger Maskottchen zu ersteigern und von den Vogelbauern aus Heinsberg/Sauerland fertigen zu lassen. „Aus einer Bierlaune heraus entstand diese Schnapsidee“, lachte der ehemalige Schützenkönig aus dem Rheinland.

Hans-Josef Marx ist mittlerweile Mitglied in beiden Vereinen und in den vergangenen Monaten war er oft bei seinen neuen Schützenbrüdern. „Ich war alle vierzehn Tage im Sauerland und habe es nie geschafft, am selben Tag nach Hause zu fahren“, lachte der Schütze. Im Sauerland konnte er auch beobachten, wie das neue Heinsberger Maskottchen Form annahm. Aus einem dicken Stamm trockener Fichte entstand der Sauerlandadler mit einer Spannweite von fast zwei Metern. Marx half aktiv beim Vogelbau mit.

Und zur Heinsberger Kirmes reisten jetzt die Schützenfreude aus Heinsberg/Sauerland an – und hatten das Maskottchen mit im Gepäck. Es war ein echter Blickfang, was auch an der Wurst lag, die die Sauerländer ihm als Wegzehrung mitgegeben hatten.

Echter Blickfang

Beim Zug durch die Innenstadt am Samstagabend von Vereinslokal Cüppers am Torbogen bis zum Markplatz zog der Heinsberger Adler viele Blicke auf sich. Während des Königsballes im Festzelt wurde er offiziell vorgestellt. „In Heinsberg/Sauerland ist es üblich, den Holzvogel rund einen Monat vor dem Vogelschuss auszustellen, um auf das Event aufmerksam zu machen“, hieß es.

Eine Tradition, die auch den Heinsberger Kameraden aus dem Rheinland gefällt. Auf jeden Fall dürfte das neue Maskottchen beim Bundesschützenfest ein Blickfang sein.

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